Montag, 25. September 2017

Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen. Psalm 103,1

Welch ein inbrünstiger Entschluss des Psalmisten, sich ganz neu und entschieden, mit seinem ganzen Herzen dem Herrn hinzugeben.
Diese innere Haltung, die der Psalmist hier einnimmt, ist die Folge einer Begegnung mit seinem Gott. David hatte gesündigt und es ist ihm Vergebung geschenkt worden. Er ruft aus: Der da vergibt alle deine Sünde Vers 3
Gott zu begebnen bedeutet völlige Vergebung, wahren Trost und reichen Segen. Dies teilt sich dem inneren Menschen mit, und es führt zu einer Haltungsänderung. Wenn wir bis dahin eher gleichgültig waren, so sind wir jetzt neu entzündet für den Herrn, brennend im Geist. Römer 12,11.
Das, was David hier zum Ausdruck bringt, ist eine tiefe Dankbarkeit. Er weiß, dass er keinen Anspruch auf die Vergebung hat, sondern dass sie ihm aus Gnaden geschenkt wurde. Alles ist uns aus einer unerschöpflichen Gnade gegeben. In dem Herrn Jesus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen nach dem Reichtum seiner Gnade.
Epheser 1,7
Wenn wir, wie der Psalmist, die Gnade der Vergebung von Seiten Gottes erfahren, wird unser Herz erfüllt mit Dank und Anbetung. Wir sollen aber jeden Tag diese Dankbarkeit empfinden. Es soll nicht nur zu besonderen Anlässen sein. Der Apostel ruft im Brief an die Kolosser aus: Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit. Kolosser 1,3
Solange wir auf dieser Erde leben, befinden wir uns unter der vergebenden Gnade Gottes, die sich in dem Herrn Jesus so wunderbar offenbart. Unablässig sind wir in der Hand des Herrn. Jeden Tag unseres Lebens sind wir in seiner liebevollen Gegenwart und jeden Tag möchte er sich uns offenbaren. Darum fordert der Herr Jesus uns immer wieder auf: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28
Diese Aufforderung gilt auch immer wieder den Kindern Gottes, die in dieser Welt so oft in Anfechtungen leben. Wie wunderbar ist es dann, wenn sich der Herr Jesus als der Lebendige Gott offenbart. Welch eine Dankbarkeit erfüllt dann unser Herz und wir stimmen mit dem Psalmisten ein in den Ausruf: Preise den Herrn, meine Seele.

Gott segne Dich zeige Dir wieder ganz neu seine Herrlichkeit, lieber Leser.

Lothar Gies

Sonntag, 24. September 2017

„Ich zwar dachte in meiner Bestürzung; „Ich bin weggenommen aus deinen Augen.“ Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie.“ Psalm 31,23

Die Wege des HERRN sind oft unerklärlich. Das war auch dem Apostel Paulus klar, als er ausrief: Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege. Römer 11,33
Gott ist der Allwissende und seine Gedanken sind mit unserem Verstand nicht kompatibel. So lesen wir im Propheten Jesaja:
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Jesaja 55,8
Oft vergessen wir diese Tatsache und projizieren unsere Gedanken auf den HERRN. Wir glauben zu wissen, wie er denkt, denn wir kennen unsere eigenen Gedanken. Darum war David klar, dass er nach seiner großen Sünde des Ehebruchs keine Verbindung mehr zu Gott haben konnte. Er war, nachdem er seine Sünde erkannte, so sehr über sich erschüttert, dass er sich selbst nicht vergeben konnte. Daraus folgerte er, dass er auch von Seiten des HERRN keine Vergebung erwarten durfte.
Wie gut, dass Gott voller Gnade ist und im Gegensatz zu uns Menschen gerne vergibt. So lesen wir im Wort Gottes: Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf. Klagelieder 3,22
David erlebte die liebevolle Zuneigung des HERRN, der ihm die innere Gewissheit der Vergebung schenkte.
Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie.“  Psalm 31,23
Rechnest Du, lieber Leser, mit der Vergebung Gottes angesichts Deiner Fehler und Schwächen? Immer wieder begegnet mir in der Seelsorge dieser Zweifel an der Vergebung. Schließlich wiederholt man ja immer wieder die Sünde, die man eigentlich gerne vermeiden würde. Wie sollte Gott da nicht irgendwann die Geduld verlieren? Im Brief an die Römer wird dieser Gedanke aufgegriffen: Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Römer 7,19
Solange wir auf dieser Erde sind, werden wir von der Sünde eingeholt und hinfallen. Da tröstet uns das Wort:
Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück. Sprüche 24,16
Der Mensch, der die Vergebung seiner Sünden durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus angenommen hat, lebt hinfort aus der vergebenden Gnade Gottes und darf sich in der Hand Gottes völlig sicher fühlen. Im Buch Daniel finden wir diese wunderbare Wahrheit zusammen gefasst in dem Ausspruch: Bei dem Herrn, unserem Gott, ist das Erbarmen und die Vergebung. Daniel 9,9
Verlasse Dich mit ganzem Herzen darauf, dass der Herr Jesus am Kreuz auf Golgatha eine völlige Erlösung vollbracht hat. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Samstag, 23. September 2017

Welchen Glauben lehrt die Bibel?

„Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des HERRN zu schauen im Land der Lebendigen!“ Psalm 27,13

Was wäre das, wenn unser Glaube mit Zweifeln einherginge. Was wäre, wenn wir glauben würden, wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Glauben bedeutet bei den natürlichen Menschen, etwas nicht genau zu wissen. Glauben in der Welt bedeutet, das Risiko eines Irrtums einzugehen
Die Definition für Glauben lesen wir im Hebräerbrief:
Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft und ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1
Für die Kinder Gottes heißt glauben, dass man es ganz sicher weiß. Ein Liederdichter hat es so zum Ausdruck gebracht:
                        Seliges Wissen, Jesus ist mein!

Wenn unser Glaube das Gegenteil von Wissen wäre, könnte er keine zwei Tage überleben. Es ist aber wunderbarer Weise anders. Wir glauben unser Leben lang, obwohl wir den Herrn Jesus noch nie gesehen haben. Der Glaube, wie wir ihn in Hebräer 11 beschrieben finden, ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Es ist der Geist Gottes in uns, der unseren Glauben bewahrt und bestätigt. Wir erleben unseren Herrn Jesus, als wenn er sichtbar vor uns stünde. Wir sehen ihn mit den Augen des Herzens. Wir wissen, dass er da ist. Der Mann Hiob stand am Ende einer gewaltigen Anfechtung vor der Erkenntnis seines Herzens: Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub stehen. Hiob 19,25
Diese Gewissheit des Glaubens lebte auch David, und der Gedanke, was es bedeuten würde, wenn der Glaube keine Gewissheit wäre, war für ihn unvorstellbar.
Es ist der lebendige Glaube, der uns zu Kindern Gottes macht, die vor dem Allmächtigen Gott gerechtfertigt sind.
Weil wir nun gerechtfertigt sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Römer 5,1
Diese Gerechtigkeit aus Glauben bedeutet für die Kinder Gottes, dass sie einmal in der Herrlichkeit Gottes sein werden, wo sie Jesus sehen und ewig mit IHM Gemeinschaft haben werden.
Danken wir dem HERRN für die wunderbare Gnadengabe des Glaubens.
Gott segne Dich mit dem Geschenk des lebendigen Glaubens, lieber Leser.

Lothar Gies

Freitag, 22. September 2017

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. Johannes 6,47

„Ewiges Leben“ – ein Traum vieler Menschen. Dabei ist für den natürlichen Menschen das Leben lediglich die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen des Körpers. So glauben die meisten Menschen ja auch, dass der Mensch nur aus dem Körper besteht.
Ein ewiges Leben des Körpers gibt es nicht, denn Gott sagt zum Menschen: Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren. 1. Mose 3,19
Und in 2. Samuel 14,14 lesen wir: Denn sterben müssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet wird und das man nicht wieder sammeln kann.
Der natürliche Mensch, der die Persönlichkeit auf den Körper beschränkt, sieht in dem unausweichlichen Tod des Körpers die völlige Auflösung der Existenz.
Auch das ist ein fataler Irrtum, denn der Mensch hat eine unsterbliche Seele. Die Bibel sagt: Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Hebräer 9,27
Jesus Christus sagt: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, Johannes 5,24
Das Gericht ist also für die Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben. Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Johannes 11,25
Der im Unglauben gestorbene Mensch landet in der ewigen Verdammnis. Dort aber ist die unsterbliche Seele nicht etwa lebendig, denn getrennt von Jesus gibt es kein Leben. Dort in der Finsternis fristet der verlorene Sünder bei vollem Bewusstsein eine schreckliche Existenz in ewiger Trennung von Gott. Darum ist es so notwendig, zu Lebzeiten sein Leben dem Herrn Jesus Christus zu übergeben. Als Kind Gottes kann der Mensch völlig ruhig in die Ewigkeit gehen, denn es steht geschrieben: Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Römer 8,1
Das Leben auf dieser Erde ist nur eine kleine Episode im Meer der Ewigkeit. Dort in der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus ewig zu leben ist das einzig wertvolle Ziel des Erdendaseins.

Lieber Leser, unser Erdenleben bietet uns die Möglichkeit, Kinder Gottes zu werden und damit ewiges Leben in der Herrlichkeit Gottes zu erlangen. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Donnerstag, 21. September 2017

„HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit.“ Psalm 26,8

David hatte eine ganz besondere Beziehung zu seinem Gott. Er liebte seine Gegenwart und seine Gnadenerweise. Und so liebte er auch jeden Ort, an dem er die Gegenwart des Allmächtigen in besonderer Weise spüren konnte. Das war zu Davids Zeiten der Tempel Gottes. Hier wohnte die Herrlichkeit Gottes noch hinter dem Vorhang des Allerheiligsten. Dennoch liebte David die Nähe seines Gottes.
Der Vorhang des Allerheiligsten existiert nicht mehr. Jesus hat ihn durch sein Erlösungswerk auf Golgatha beseitigt.
Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, Matthäus 27,51
Damit wurde der Zugang in das Allerheiligste, in das zuvor nur der Hohepriester einmal im Jahr gehen durfte, für alle Menschen frei. Nun führt der Weg zu Gott über den Herrn Jesus. ER sagt: Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe. Johannes 6,40
Die selige Gewissheit, dass wir durch den Glauben an den Herrn Jesus ewiges Leben haben, bezeichnet die Bibel als einen festen und sicheren Anker der Seele, der in das innere des Vorhangs hineinreicht.
Hebräer 6,19
Jeden Tag unseres Lebens sind wir fest verbunden mit dem Thron Gottes in der Herrlichkeit. So dürfen wir uns noch viel mehr als David zu seiner Zeit der Gegenwart Gottes erfreuen. In ganz besonderer Weise ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Herrn Jesus gegenwärtig da, wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, denn da bin ich mitten unter ihnen.
Matthäus 18,20
Hier spricht der Herr Jesus von der Gemeinschaft der Gotteskinder, die sich im Namen Jesus versammeln. Da ist der Segen in besonderer Weise gegenwärtig und dahin zieht es die Gotteskinder.
Fragen wir uns: leben wir wirklich so? Ist die Anwesenheit einer christlichen Gemeinde ein Auswahlkriterium für die Wahl eines neuen Wohnortes? Lieben wir die Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes? Suchen wir in unserer Gemeinde die Herrlichkeit des HERRN? Erwarten wir sein Reden?
Danach wollen wir uns neu ausstrecken, damit wir wie David sagen können:
HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses.
Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Mittwoch, 20. September 2017

Vom Umgeng mit Gedanken und Worten

„Lass das Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein. Psalm 19,15

Dem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, seine Gedanken in verständliche Worte zu kleiden.  Neben der Tatsache, dass wir eine lebendige Seele haben, unterscheidet uns gerade die Fähigkeit, zu sprechen, von allen Tieren.
Unsere Fähigkeit, miteinander und zueinander zu sprechen, können wir zum Segen und zum Fluch einsetzen.  Das Wort Gottes lässt keinen Zweifel daran, dass der Mensch durch den Sündenfall seine Reden nicht mehr beherrschen kann. Wir lesen im Jakobusbrief:
Die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen; sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes. Jakobus 3,8
Das in unserer Welt gängige Bild von dem in seinem tiefsten Inneren guten Menschen, hat vor dem heiligen Gott, der den Menschen ins Herz blicken kann, keinen Bestand.
Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. 1.Mose 6,5
Darum sollen die Kinder Gottes sich besonders im Denken und Reden von den ungläubigen Menschen unterscheiden. Das Wort Gottes fordert uns nachdrücklich dazu auf:
Gestatte deinem Mund nicht, dass er dein Fleisch in Sünde bringt! Prediger 5,5
Der Prophet Jesaja sah in einer Vision die Herrlichkeit Gottes und den Allmächtigen auf seinem Thron. Jesaja war sich darüber im Klaren, dass er als ein sündiger Mensch niemals Gott in seiner Herrlichkeit sehen durfte. Er beschreibt das, was er sah und seine plötzliche Erkenntnis:
Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen. Jesaja 6,5
Bedenken wir, dass wir als Kinder Gottes jeden Tag in der Gegenwart des heiligen Gottes sind. Schließlich beschreibt uns das Wort Gottes als  eine Behausung Gottes im Geist. Epheser 2,22
Er ist der Gott, der tief in unsere Herzen sieht und unsere Gedanken schon kennt, bevor wir sie gedacht haben. Wie oft versündigen wir uns gerade in den Gedanken. Wie leicht sind wir verleitet, sündhafte Gedanken in Worte zu kleiden, die uns in die Sünde bringen. Die Gedanken sind in der Bibel bezeichnet als die feurigen Pfeile des Bösen. Epheser 6,16
Solange die Kinder Gottes auf der Erde sind, werden sie von dem Feind Gottes mit feurigen Pfeilen angegriffen. Darum werden wir immer auf unsere Worte und Gedanken aufpassen müssen.
Es gab nur einen Menschen auf dieser Welt, der völlig anders war. Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes lebte unter uns und brachte der Menschheit Heil und Erlösung. Von IHM redet das Wort Gottes deshalb auch als von dem
der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden. 1.Petrus 2,22
Ihm wollen wir nacheifern, indem wir unsere Gedanken und Worte der bewahrenden Gnade Gottes anbefehlen.      
Gott segne Dich und helfe Dir, dass Deine Gedanken nicht mehr über Dich herrschen.

Lothar Gies 

Dienstag, 19. September 2017

Sicherheit und Geborgenheit ganz nah bei Gott

„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.“ Psalm 18,3

Die Erkenntnis, dass Gott mein Fels und meine Burg ist, basiert auf der inneren Haltung, ganz nah bei dem Herrn zu bleiben. Wir lesen im 91. Psalm:
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe. Psalm 91,1
Fels und Burg waren einst die Begriffe der Sicherheit und Geborgenheit. Kein Feind konnte den Schutzsuchenden innerhalb der Burgmauern erreichen. Hoch auf dem Felsen war man in der Lage, den Feind schon von weitem zu sehen.
David findet keinen passenderen Vergleich zu seinem lebendigen Gott, dessen Hilfe er so wunderbar erfahren hat. Es ist interessant, den ersten Vers dieses Psalms zu betrachten:
Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls. Psalm 18,1
Welch ein Fest der Seele ist es, wenn wir die Hilfe des HERRN in unserer Situation sehen dürfen. David ist es so ergangen. Voller Inbrunst lobt er den Allmächtigen, der ihn aus allen Gefahren gerettet hat.
Das, was der Psalmist hier schildert, erleben auch wir jeden Tag. Wir sind umgeben von Feinden, die in der Gestalt von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Finanzieller Not, Sorgen und Ängsten  unseren Weg belagern. Darum ist es so wichtig, eine enge Beziehung zu dem Herrn Jesus zu haben, der als unser guter Hirte die Führung durch alle Gefahren hindurch übernehmen will. David hat den HERRN nicht nur als Fels und Burg sondern auch als den Hirten der Seele erkannt. So lesen wir
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23,1
Das Bild des Hirten ist wie die Burg ein Begriff der Sicherheit, denn das Schaf ist ohne einen Hirten rettungslos verloren. Wenn es hingegen dem Hirten folgt, wird es unter dem Schutz des Hirten sein.  Das will der Psalmist hier auch zum Ausdruck bringen, wenn er ausruft:
Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;  Psalm 23,4
Nichts haben wir zu befürchten, wenn wir nah bei dem Herrn Jesus bleiben. Kein Feind ist in der Lage, uns zu schaden, wenn wir mit dem Herrn Jesus enge Gemeinschaft haben.
Die engste Form der Gemeinschaft war zu Zeiten des Psalmisten die gemeinsame Malzeit. Der Gast des Hauses stand unter dem Schutz des Gastgebers und niemand konnte ihn angreifen. Diese Lebensregel beschreibt der Psalmist im folgenden Vers:
Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Psalm 23,5
Solange wir auf dieser Erde sind, bietet uns der Herr Jesus seine Tischgemeinschaft an, indem er sagt:
Bleibt in mir und ich in euch. Johannes 15,4
Wenn wir dies befolgen, befinden wir uns dauerhaft unter dem Schatten des Allmächtigen und lernen unseren Heiland Jesus Christus neu kennen als den Felsen, auf dem wir stehen.

Lothar Gies

Montag, 18. September 2017

„Glückselig der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!“ Psalm 1,1

Als wir den Herrn Jesus in unser Leben aufnahmen, wurden wir „Kinder Gottes“.  In dieser Eigenschaft sind wir solche, die von Gott geheiligt wurden.
Aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.  1. Korinther 6,11
Heilig bedeutet „abgesondert“. Tatsächlich fordert uns der Herr Jesus auf, uns von der Sünde fortan fernzuhalten.
Als glückselig wird der Mensch bezeichnet, der sich nicht mehr auf den Rat der Menschen verlässt. Stattdessen streckt er sich nach der Antwort Gottes aus, die er allein in dem Wort Gottes findet.
Wie viele Menschen  folgen fragwürdigen Ratgebern, die außer leerer Rhetorik nichts zu bieten haben. Der geistlich tote Mensch kann unmöglich brauchbare Lösungen anbieten, denn ihm ist die Welt verschlossen. Das, was er zu erkennen glaubt, ist eine Scheinwelt, die sich am Ende auflösen wird.
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. Lukas 21,33
Glückselig ist der Mensch, der sich allein auf den Herrn Jesus verlässt, der selbst das lebendige Wort ist. Jesus ist die einzige verlässliche Wahrheit.
In Johannes 14,6 sagt Jesus:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Wenn wir mit Jesus durchs Leben gehen, werden wir nach seinem Rat leben und uns von der Sünde fernhalten. In Römer 6,2 wird uns die rhetorische Frage gestellt:
Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?
Als geheiligte Kinder Gottes werden wir uns auch nicht mehr aufhalten, wo der Name Gottes verlästert wird. Dies geschieht häufig da, wo der Mensch unter Alkoholeinfluss die Selbstkontrolle verliert.
Kinder Gottes werden sich solchen Einflüssen nicht aussetzen, sondern sich nah bei dem Herrn Jesus aufhalten. Dies geschieht durch das Studium des Wortes Gottes. Dieses Wort ist die Grundlage unseres Glaubenslebens. Wir lesen in Hebräer 4,12:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
Glückselig ist der Mensch, der sich allein auf das wunderbare Wort Gottes verlässt und sich dem Willen Gottes unterstellt. Ein Leben in Christus ist ein Leben in völliger Freiheit. Ein Liederdichter hat es einmal so zum Ausdruck gebracht:

Je mehr ich IHM diene,
umso mehr bin ich frei!


Lothar Gies

Sonntag, 17. September 2017

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken.“ Psalm 139,23

Einerseits glauben wir, uns zu kennen.  Andererseits überraschen wir uns immer wieder mit Gedanken und Handlungen, die wir uns zuvor niemals zugetraut hätten.
So erging es auch dem Psalmisten.
David war ein Gesalbter des HERRN, und doch sah er die Frau seines Feldhauptmanns und begehrte sie. Er machte  von seinem Recht als Herrscher Gebrauch und veranlasste den Tod des Ehemanns. Das Ergebnis dieses Ehebruchs war Schande und Demütigung. Tief ist er gefallen und er wurde in seiner Seele und körperlich krank. Sein Versuch, die böse Tat zu verbergen, führte zu großer innerer Qual.
Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag.  Psalm 32,3
Er wusste, dass er den Zorn Gottes auf sich gezogen hatte. Da war kein Segen mehr, sondern Gewissensqualen, die ihn ausrufen ließen:
Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; Psalm 32,4
Wie gnädig und treu ist unser Gott, der uns die Möglichkeit zur Umkehr ständig offen hält. David kann den inneren Druck am Ende nicht mehr ertragen. Wir lesen in Psalm 32,5 die Worte der Entschlossenheit:
So tat ich dir kund mein Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen;
An diesen Punkt der Umkehr bringt uns der in uns wohnende Geist Gottes. Es ist die unaussprechliche Gnade Gottes, die den Verirrten wieder zurückbringt in den Schatten des Allmächtigen (Psalm 91,1)
Die Antwort Gottes auf unsere Bereitschaft zur Umkehr ist die volle Vergebung.
Und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde.
Wenn Gottes Gnade uns wieder aufrichtet und wir gereinigt von aller Schuld vor ihm stehen, dann empfinden wir Dank und Anbetung. So bringt David sein Erlebnis mit dem Allmächtigen im 40. Psalm wie folgt zum Ausdruck:
Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Er hat mich heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick und Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht.  Psalm 40,1-3
Wer einmal die Grube des Verderbens und das Versinken in Schlick uns Schlamm erlebt hat, und dann von Gott heraufgeholt und wieder auf festen Grund gestellt wurde, kann die folgenden Worte Davids nachempfinden:
Und in meinen Mund hat er ein neues Lied gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Psalm 40,4
Fortan will David dem HERRN gehorsam sein und ganz nah bei ihm bleiben. Er weiß, dass er aus eigener Kraft keine Möglichkeit hat, sich vor den Gedanken der Sünde zu schützen. Er weiß jetzt, wie leicht man zur Sünde verleitet werden kann. Darum bittet er den HERRN, ihn zu beschützen und zu überwachen.
„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken.“ Psalm 139,23
Gott segne Dich und helfe Dir, Deine Gedanken unter seine Obhut zu stellen.

Lothar Gies

Samstag, 16. September 2017

„Als mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Psalm 142,4a

„Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“. Dieser Ausspruch ist in seelsorgerlichen Gesprächen oft zu hören. Man hat geplant und gehofft, und man erlebt Gegenwind. Alle Bemühungen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, endeten in einer Sackgasse.
Ein gläubiger Mann baute für sich und seine Familie ein schönes Haus. Er hatte einen sicheren Arbeitsplatz und ein geregeltes Familienleben. Dann kam die Krankheit und er musste für viele Wochen ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten eine dauernde Behinderung in Aussicht und die sichere Arbeitsstelle geriet mehr und mehr in Gefahr. Was sollte nun werden? Wie sollte künftig das Haus bezahlt werden?
Der Mensch befand sich auf einmal in einem tiefen Tal. Alles wurde ganz dunkel und bedrohlich.
Das erlebte auch David. Der Psalm 142 ist überschrieben: „Von David als er in der Höhle war“. Davids Situation war scheinbar ausweglos. Er erlebte den Moment der tiefsten Verzweiflung. Sein Geist ermattete in tiefer Ratlosigkeit. In dieser verzweifelten Lage erkennt der Psalmist: „da kanntest du meinen Pfad.“
Der Liederdichter hat es so zum Ausdruck gebracht:
„weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl.
Das macht die Seele still und friedevoll.“
Wie gut ist es zu wissen, dass der HERR unseren Weg kennt. „Er weiß, was in der Finsternis ist.“ Daniel 2,22a
Darum wollen wir dem HERRN vertrauen und uns auf sein Wort stützen:
„Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.“ Psalm 37,4a

Lothar Gies

Freitag, 15. September 2017

„Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ Römer 4,3

Abraham setzte sein ganzes Vertrauen auf den HERRN. Gott forderte ihn auf, seine Heimat zu verlassen und in ein ihm völlig fremdes Land zu ziehen. Er glaubte daran, dass die Verheißung Gottes wahr ist und dass er viele Nachkommen haben wird, so wie Gott es versprochen hatte. Dabei waren die Umstände denkbar ungünstig, denn Sarah, Abrahams Frau, war unfruchtbar.
Der HERR forderte Abraham auf, den verheißenen und endlich eingetroffenen Sohn zu opfern und Abraham vertraute Gott, „indem er urteilte, dass Gott auch aus den Toten erwecken könne,“ Hebräer 11,19a.
Wenn alle Umstände günstig sind, wenn das Geld stimmt und wenn die Türen weit geöffnet sind, bedarf es keiner besonderen Glaubenskraft. Der Glaube erweist sich erst dann, wenn alles unmöglich erscheint. Wenn wir keinerlei Ausweg sehen, sollen wir uns darauf besinnen, dass wir einen allmächtigen Herrn haben. David erkannte in einer sehr schwierigen Lebenssituation: „meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Psalm 121,2.  Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, ist wohl in der Lage, unsere Probleme zu lösen, gleich wie aussichtslos sie erscheinen.  Wie hat Gott Himmel und Erde denn gemacht? „Denn er sprach und es geschah; er gebot, und es stand da.“ Psalm 33,9. Dem Allmächtigen Gott gilt es, zu vertrauen.  Auch und gerade dann, wenn wir keinen Ausweg sehen, sollen wir den Verheißungen Gottes glauben und voller Vertrauen weg von den Umständen hin auf ihn blicken. Das Wort Gottes sagt: „Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ Hebräer 11,1.
Wir sind als Kinder Gottes gerecht gemacht durch den Glauben. „Da wir nun gerechtfertigt sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Römer 5,1. Dieser göttliche  Friede soll unser Herz ausfüllen und uns zu Menschen machen, die auch im dunklen Tal auf Jesus sehen.

Lothar Gies

Donnerstag, 14. September 2017

Ein Leben im Glauben

Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, und zwar im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.  Galater 2,20

Wenn wir unser Leben dem Herrn Jesus übergeben und Vergebung unserer Sünden erfahren,  ist unser bisheriges Leben beendet. Dabei ist es interessant zu sehen, dass das Sterben in Christus der Beginn des wirklichen Lebens ist.
Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht. Epheser 2,4.5
Wir waren also vorher tot in unseren Sünden. Diese nämlich haben uns von Gott getrennt und ohne ihn sind wir nicht fähig zu leben. Durch unsere Bekehrung zu dem Herrn Jesus haben wir schließlich unser „zombiehaftes“ Sündendasein beendet. Wir sind mit dem Herrn Jesus gleichsam gekreuzigt und gestorben. Nun leben wir ewig mit ihm und durch ihn.
Fortan ist unser Leben auf dieser Erde ein Leben im Glauben. Durch den Glauben sind wir gerechtfertigt (Römer 5,1) und als Gerechtfertigte vor Gott dürfen wir leben. „Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. Habakuk 2,4 Diese Aussage finden wir auch in Galater 3,11 und Johannes 20,31, wo der Herr Jesus darauf hinweist, das der Glaube gefördert wird durch das Studium des Wortes Gottes.
Wenn nun das Wort Gottes geeignet ist, unseren Glauben zu stärken, dann sind wir aufgefordert, das Wort Gottes zu unserer ständigen Lektüre zu machen. „Das Wort des Christus wohne reichlich in euch.“ Kolosser 3,16
Das zu beherzigen wird dazu führen, dass wir im Glauben leben können. Das Leben im Glauben ist ein Leben nach dem Wohlgefallen Gottes. Als Kinder Gottes werden wir die Herrlichkeit Gottes schon hier auf der Erde täglich erleben können. Ein Leben im Glauben ist ein Leben, frei von Sorgen und Ängsten. Es ist ein Leben zur Verherrlichung Gottes.

Lothar Gies

Mittwoch, 13. September 2017

Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. (Eph 6,16)

Dieser Schild des Glaubens ist ein wichtiger Bestandteil unserer geistlichen Waffenrüstung. Er ist nicht am Körper angelegt, wie der Gürtel oder der Brustpanzer. Er muss statt dessen ergriffen werden. Jeden Tag aufs Neue in jeder Lebenssituation muss ich den Glaubensschild zur Hand haben. Andernfalls werden mich die feurigen Pfeile des Bösen ungehindert treffen können.
Der Böse zielt unablässig auf die Gedanken der Kinder Gottes. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf die Alltagsprobleme und Schwierigkeiten. Seine Pfeile brennen, sobald ich die Umstände betrachte und mich ihnen hilflos ausgeliefert sehe. Ich beginne, zu sorgen und schließlich an den Problemen zu verzweifeln.
Glauben heißt, Gott zuzutrauen, dass er größer ist als die Probleme und dass es  für ihn keine Hindernisse gibt.  Das bedeutet immer einen inneren Kampf, denn ich muss mich von den Schwierigkeiten abwenden und auf die Verheißungen Gottes bauen.
„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens;“ 1.Tim6,12
Der Kampf des Glaubens ist uns verordnet, solange wir auf der Erde sind. Er ist gut, denn er wird stets gewonnen. Wir müssen uns nicht fürchten vor den Unständen des Lebens. Kinder Gottes dürfen den Frieden Gottes genießen und sich auf das Wort Gottes stützen.
„Du fürchtest dich nicht vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt.“ Ps 91,5
Viele Kinder Gottes verzweifeln heute an ihren schwierigen Lebensumständen. Die feurigen Pfeile des Bösen regnen auf sie herab. Sie können sich nicht dazu aufraffen, die Verheißungen der Bibel in Anspruch zu nehmen. Sie führen ein Leben in Sorgen und Angst vor dem nächsten Tag.
So soll es nicht sein. Wir ehren den Herrn damit, dass wir ihm in allem vertrauen. Darum fordert uns der Herr Jesus auf, ganz nah bei ihm zu bleiben, wie die Rebe am Weinstock. Wenn wir in ihm bleiben werden wir viel Frucht bringen. (Joh 15,5)
Eine Frucht des Heiligen Geistes ist der Friede. Er teilt sich uns mit, wenn wir glaubend unsere Anliegen vor den Herrn bringen. Dann werden wir erleben, wie der göttliche Friede Raum gewinnt in unserem Herzen und in unseren Gedanken. (Phil 4,6-8)

Lothar Gies

Dienstag, 12. September 2017

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, Titus 2,11

Im großen Plan Gottes mit den Menschen war von Urbeginn aller Zeiten an die Gnade ein wesendlicher Bestandteil. Sie erschien auf der Erde in der Gestalt unseres Heilandes, der die Herrlichkeit des Himmels verließ, um uns durch sein Opfer eine völlige Erlösung zu schaffen.
Auch der sündhafte Mensch ist in der Lage, Gnade zu üben. Diese Gnade jedoch beschränkt sich zumeist auf den Verzicht auf Strafe und Vergeltung. Gnade kann unter Menschen ein sehr kalter Akt sein.
Gottes Gnade dagegen entspringt einer unaussprechlichen Liebe.  Sie gilt allen Menschen auf der Erde. Sie eröffnet dem Menschen ununterbrochen die Möglichkeit, seinen sündhaften Weg zu verlassen und ein Kind Gottes zu werden.
Sie begleitet aber auch den Gläubigen durch sein ganzes Leben. Sie ist die Grundlage der Vergebung, die wir täglich in Anspruch nehmen dürfen. Sie ist der Grund dafür, dass unser Glaube jeden Tag erneuert wird und dass wir das Wort Gottes verstehen können, wenn es zu uns spricht. Die Gnade ist  auch die Grundlage dafür, dass wir durch den Geist Gottes korrigiert werden können.
Ohne diese wunderbare Gnade Gottes wären wir niemals in den Genuss dieser göttlichen Zuwendungen gekommen.
Gottes Wort fordert uns auf:

„Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist;“ 2.Tim 2,1

Tatsächlich ist es der Herr Jesus, der die göttliche Gnade verkörpert.  Das Evangelium des Johannes bringt es in wunderbarer Weise zum Ausdruck:

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1,14

Durch IHN, der alles für uns tat, ist die göttliche Gnade zu den Menschen gekommen. Aus ihr leben wir und durch sie wissen wir, dass wir Kinder Gottes sind.
Das lebendige Wort Gottes endet mit diesem wunderbaren Segensspruch:

„Die Gnade des Herrn Jesus sei mit uns allen!

Lothar Gies

Montag, 11. September 2017

Ich will lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen in den Zelten der Gottlosen. Psalm 84,11

Den Verlorenen Sohn  zog es hinaus in die Welt. Das Haus des Vaters war ihm zu eintönig und zu eng. (Lk 15,11ff) Draußen war Leben und Abwechslung. Da war auch die Sünde, aber da konnte man ja aufpassen.
Am Ende landete er am Trog der Schweine und stritt mit ihnen um die Abfälle, um damit „seinen Bauch zu füllen“ (V 16).
In Spr 1,10 hat Salomo möglicherweise an seinen verlorenen Bruder Absalom gedacht, als er die Worte niederschreibt:
 „Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so folge ihnen nicht!“
Und noch einmal in V 15:
„Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad.“
Der Psalmist bringt zum Ausdruck, wie es in seinem Herzen aussieht. Er weiß, was es bedeutet, in der Geborgenheit des Herrn zu leben. In V 5 ruft er aus:
„Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben.“
Im Haus des Herrn gelobt David, bis an sein Lebensende  zu bleiben. (Ps 23,6) Er hat erlebt, dass bei dem Herrn Trost, neue Kraft, neues Leben und göttlicher Friede ist. Alle Früchte, die der Geist Gottes hervorbringt, stehen dem Glaubenden zur Verfügung, wenn er im Haus Gottes bleibt.
Jesus gibt uns hier ein wunderschönes und völlig einleuchtendes Gleichnis. Er zeigt uns das Bild eines Weinstocks, an dem wunderbare Reben hängen.
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Joh 15,5
Jedem muss einleuchten, dass die Rebe, die sich vom Weinstock trennt, sterben muss. Geistlicher Tod ist furchtbar schmerzhaft. Der betroffene Gläubige muss eine bittere Erfahrung machen.
Am Schweinetrog kam der Verlorene Sohn zu sich selbst und die Gnade Gottes führte ihn zur Buße. Er sehnte sich zurück zum Haus des Vaters und war bereit, dort fortan als Tagelöhner zu leben.
Vielleicht ist es uns allen schon einmal so ergangen, wie dem Verlorenen Sohn. Wir fanden es  „engherzig und kleinlich“ in der Gemeinde der Gläubigen. Die Menschen draußen schienen so viel lockerer und freier durch das Leben zu gehen.
Der Herr Jesus hat uns als der Gute Hirte davor bewahrt, von der Sünde restlos verschlungen zu werden. Er geht dem verlorenen Schaf nach und bringt es zur Herde zurück.
Wer einmal diese Erfahrung gemacht hat, wird mit dem Psalmisten völlig übereinstimmen. Lieber wollen wir an der Schwelle stehen im Hause Gottes. Niemals aber wollen wir wieder zurück in die Zelte der Gottlosen.
Danken wir dem Herrn dafür, dass er uns jeden Tag davor bewahrt, von ihm wegzulaufen.

Lothar Gies

Sonntag, 10. September 2017

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Psalm 23,5a

Das gemeinsame Miteinander an einem gedeckten Tisch war stets ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Verbundenheit zwischen Gastgeber und Gast. Zur Zeit des Psalmisten war ein Gast sicher vor seinen Feinden, denn er stand während des Mals unter dem Schutz des Gastgebers.
Der Feind Gottes ist auch der Feind der Gotteskinder. In einer Welt voller Unrecht, Sünde, Not und Verzweiflung sind die Gotteskinder ebenso betroffen wie die Menschen des Unglaubens. Angst um den Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Beziehungskrisen, Depressionen, Angststörungen etc. belasten unser Leben und bekämpfen als starke Feinde unser Vertrauen in Gottes Hilfe.
In der Welt habt ihr Angst; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16,33
Jesus fordert uns auf, guten Mutes zu sein, denn die Welt ist nur für den Menschen des Unglaubens bedrohlich. Die Gotteskinder stehen unter dem Schutz des ewigen Gottes. Das Wort Gottes ist uns eine wertvolle Hilfe, wenn wir angesichts unserer Schwierigkeiten angstfrei leben wollen. Der Psalmist drückt es so aus:
Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,2
Gibt es noch einen größeren Helfer als den, durch dessen Wort alles ins Leben gerufen wurde? Der allmächtige Schöpfer bietet dir seine Hilfe und seinen Beistand an. Er lädt dich ein, in seinem Schatten Platz zu nehmen und bei ihm zu bleiben. Er bereitet vor dir einen wunderbar gedeckten Tisch. Er tut dies angesichts deiner Feinde, angesichts deiner wirtschaftlichen Not, angesichts deiner Arbeitslosigkeit, angesichts deiner Depression, angesichts deiner Angst. In seiner Gegenwart kommt dein Herz zu Ruhe und du erlebst seinen Trost und seine Liebe.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Psalm 23,5b
Das wunderbare Geschenk des Heiligen Geistes und der uns zur Verfügung stehende Reichtum des Wortes Gottes wird uns neu bewusst und wir erkennen:
Nur Güte und Gnade werden mit folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des Herrn lebenslang. Psalm 23,6

Samstag, 9. September 2017

Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Matthäus 16,15

Die Frage, die Jesus hier an seine Jünger richtet, richtet er auch an uns: was sagt ihr, wer ich bin?
Was der natürliche Mensch über Jesus sagt, ist klar. Die Schriftgelehrten Israels sagten über Jesus, er sei Johannes der Täufer, andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten. V.14
Heute sieht man in Jesus einen „guten Menschen“, einen Religionsstifter, einen Humanisten, einen Menschen mit modernen Ansichten, der in der falschen Zeit lebte. Vor allem aber sieht man in Jesus einen Menschen, der seit zweitausend Jahren tot ist.
Damals lebte Jesus unter den Menschen als Mensch. So lesen wir in Philipper 2,7: Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden.
Wie sollte der Mensch, der nur das Äußere sehen kann, in Jesus etwas anderes erkennen, als einen Menschen? Die Propheten hatten ihn angekündigt. Jesaja beschreibt Jesus in der Phase seiner Marterung: Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Jesaja 53,2
Auch der Prophet Sacharja kündigte Jesus als den Messias an: Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, Sacharja 12,10
So kam Jesus zur bestimmten Zeit auf die Erde und er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an. Johannes 1,11
Es gab und gibt aber auch Menschen, die IHN als ihren Herrn und Heiland aufnehmen und an IHN glauben. Denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. V.12
Kinder Gottes wissen genau, wer Jesus ist: Der Sohn des lebendigen Gottes.

Lieber Leser, wer, glaubst Du, ist Jesus? ER segne Dich!

Lothar Gies

Freitag, 8. September 2017

Du bekommst Geschenke nur, wenn du sie auch annimmst

Ich bin gekommen, damit sie Leben haben, und es in Überfluss haben.  Joh.10,10

„Leben im Überfluss“ ist im Zeitalter von Hartz IV und Massenarbeitslosigkeit ein Begriff, der offensichtlich auf immer weniger Menschen zutrifft. Diesen Eindruck können wir bekommen, wenn wir den Ausspruch des Herrn Jesus auf die materiellen Dinge des Lebens beschränken.
Die Frage nach unserer materiellen Versorgung beantwortet der Herr Jesus an einer anderen Stelle:
Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? Matt.6,26
Diese Verheißung anzunehmen und zur Lebensgrundlage zu machen, erfordert einen tiefen Glauben und ein festes Vertrauen darauf, dass in jeder Lebenslage die Hilfe von dem Herrn kommt, der Himmel und Erde gemacht hat. (Ps.121,2)
Für diesen Herrn gibt es keine Probleme, keine Unmöglichkeiten. Nichts ist ihm zu schwer. (1.Ms.18,14)
Was geschieht mit uns, wenn wir eine solche Glaubenshaltung einnehmen? In Phil. 4,7 wird uns die wunderbare Konsequenz vor Augen geführt, die auf unsere vertrauensvolle Hinwendung zu Gott folgt:
und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.
Auch und gerade in der Anfechtung, im finsteren Tal, erfüllt uns dieser göttliche Friede, der unseren Verstand übersteigt, und daher die sichtbaren Schwierigkeiten und Probleme völlig außer Acht lässt. Dieser Friede basiert ganz auf dem Wort Gottes.
Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad. Ps.119,105
Der ganze Reichtum des Wortes Gottes steht uns zur Verfügung. Wir dürfen jede Verheißung in Anspruch nehmen, und wir werden erleben, wie das Wort sich in unserem Leben erfüllt.
So zeigt uns die Bibel auch, was der Wille Gottes für unser Leben ist. Wir erkennen seinen Willen und folgen ihm. David hat in seinem bewegten Leben erkannt, wie wertvoll und bereichernd es ist, dem Herrn zu gehorchen und seinen Willen zu tun.
Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Ps.23,3
Wer versetzt uns in die Lage, das Wort Gottes und damit seinen Willen zu verstehen? Es ist der Heilige Geist, der unser Leben in Gott versiegelt hat und in uns wohnt.
(Eph.1,13) Er befähigt uns, ein geistliches Leben zu führen, in dem die Lebensumstände immer im Lichte der Tatsache gesehen werden, dass es für Gott keine Hindernisse gibt, um uns zu helfen.
Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich. Matt.19,26
Jeder Mensch, der sein Leben unter die Regentschaft des Herrn Jesus gestellt hat, kann über diese wunderbaren Geschenke Gottes verfügen. Er hat uns den Heiligen Geist und das lebendige Wort Gottes gegeben. Durch Jesus, den Sohn Gottes, sind sie uns zugänglich geworden. Er, der selbst das Leben ist, ist gekommen, um uns wahres Leben in der Heiligung zu geben, und das im Überfluss. Strecken wir uns danach aus.

Lothar Gies

Donnerstag, 7. September 2017

Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid. Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen. Jes. 38,17

In vielen seelsorgerlichen Gesprächen habe ich den folgenden Ausspruch gehört:
 „Als ich in großen Problemen steckte, habe ich intensiver gebetet und das Wort Gottes hat viel deutlicher zu mir gesprochen.“
Es ist leider wahr, dass wir uns oftmals erst bei starkem Gegenwind daran erinnern, dass wir einen lebendigen Gott haben, der uns sieht und über alle unsere Schritte wacht.
Hiskia, der König von Juda, hatte ein Leben in der Nachfolge Gottes geführt und lag plötzlich schwer erkrankt und sein Ende erwartend. In dieser Situation, die er unerträglich fand, schrie er zu Gott. In seiner Angst machte er eine  entscheidende Entdeckung:
„Verschmachtend blickten meine Augen zur Höhe: O Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich ein!“ V.14
Hiskia stand vor den Toren der Ewigkeit und hatte keine Heilsgewissheit. Wie kann das sein, dass ein Mann Gottes Angst vor dem Tod hat? Hiskia erkannte auf sein Leben zurückblickend Sünde und Ungehorsam. (2.Chron. 32,24 ff)  Dieser Zustand wurde ihm jetzt erst bewusst. Er empfand starke Angst verloren zu gehen und er sah die dringende Notwendigkeit völliger Vergebung.
Nachdem er von seiner Krankheit geheilt wurde, war sein Herz voller Anbetung und Dankbarkeit. Er erkannte, dass der lebendige Gott alle seine Sünden vergeben und ihn vor dem Verderben bewahrt hatte.
Manchmal geraten Gotteskinder in belastende Lebenssituationen. Nicht selten lässt Gott diese Situationen zu, um uns dahin zu bringen, dass wir wieder neu nach ihm fragen. In Hebr. 12 lesen wir, dass die Zucht des Herrn zu unserem Nutzen geschieht,
damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. V.10
Darauf kommt es an, dass wir in der Heiligung stehen. Danach sollen wir uns täglich ausstrecken:
„Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;“ V. 14
Friede mit Gott wird unser geistliches Leben bestimmen, wenn wir die Sünde vermeiden und uns der Vergebung unserer Sünden bewusst sind. Dazu ermahnt uns das Wort Gottes:
„Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedsame Frucht der Gerechtigkeit.“ Hebr.12,11
Was immer auch Gott in unserem Leben geschehen lässt, soll zu unserer Reinigung und Heiligung dienen. Seine Gedanken mit uns, sind Gedanken des Friedens. (Jer. 29,11)
Hiskia ging durch eine Zeit der Prüfung und bekam ein ganz neues Bild von Gott. Diese Erfahrung machen wir auch heute. Gott möchte so gerne, dass wir uns ihm ganz zur Verfügung stellen. Deshalb lasst uns ihm mit ungeteiltem Herzen nachfolgen.

Lothar Gies

Mittwoch, 6. September 2017

Verflucht sei, wer das Werk des HERRN lässig treibt, Jer 48,10

Dieses ernste Wort richtete sich zunächst an die Kinder Israel und ermahnte sie, den Kampf gegen die Moabiter mit ganzer Hingabe und ganzem Herzen aufzunehmen.
Auch wir stehen als Werkzeuge Gottes in einem permanenten geistlichen Kampf. Unser Glaube und unsere Hingabe zu Gott werden jeden Tag aufs Neue von uns gefordert.
Der Psalmist ruft aus:
Halleluja, Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. Ps 111,1
Bin ich selbst auch bereit, meinen Dienst für den Herrn mit meinem ganzen Herzen – oder wie wir in einem Lied singen – „mit all meinem Sein“ zu tun? Ist mir der Dienst für Gott wichtiger als alles andere?
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“, sagt der Herr Jesus. Er weiß, durch welche Umstände wir uns in unserer Hingabe beeinträchtigen lassen. Da sind Hobbys und andere Freizeitaktivitäten, da ist die Erschöpfung nach getaner Arbeit und der Wunsch nach Ruhe und Erholung. Dem gegenüber steht der Dienst in der Gemeinde, den wir übernommen haben und der unsere Freizeit kostet.
Wie schnell kann es dazu kommen, dass wir den Dienst für den Herrn als eine lästige Pflicht ansehen und entsprechend umsetzen.
Dem Allmächtigen dienen zu dürfen, ist eine große Gnade. ER zwingt uns nicht zum Dienst, aber er erwartet unseren ganzen Menschen, wenn wir für IHN tätig werden.
Dienet dem HERRN mit Gottesfurcht, Ps 2,11
Das ist ein wichtiger Appell an jeden Menschen, der für Gott arbeitet. Wo immer Du Dich in der Gemeinde einbringst, ob in der Kinderarbeit, im Organisationsdienst, in der Gemeindeleitung, im Musikteam, in der Jugendarbeit oder in der Wortverkündigung: vergiss nicht, für wen Du es tust.
Hüten wir uns davor, unseren Dienst für den Herrn lustlos und nachlässig zu tun.
Lassen wir es uns immer wieder von Gott schenken und strecken wir uns danach aus,  dass unsere Herzen für IHN brennen.
Gott segne uns in unserem Dienst.

Lothar Gies