Sonntag, 30. November 2014

Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. (Eph 6,16)

Dieser Schild des Glaubens ist ein wichtiger Bestandteil unserer geistlichen Waffenrüstung. Er ist nicht am Körper angelegt, wie der Gürtel oder der Brustpanzer. Er muss statt dessen ergriffen werden. Jeden Tag aufs Neue in jeder Lebenssituation muss ich den Glaubensschild zur Hand haben. Andernfalls werden mich die feurigen Pfeile des Bösen ungehindert treffen können.
Der Böse zielt unablässig auf die Gedanken der Kinder Gottes. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf die Alltagsprobleme und Schwierigkeiten. Seine Pfeile brennen, sobald ich die Umstände betrachte und mich ihnen hilflos ausgeliefert sehe. Ich beginne, zu sorgen und schließlich an den Problemen zu verzweifeln.
Glauben heißt, Gott zuzutrauen, dass er größer ist als die Probleme und dass es  für ihn keine Hindernisse gibt.  Das bedeutet immer einen inneren Kampf, denn ich muss mich von den Schwierigkeiten abwenden und auf die Verheißungen Gottes bauen.
„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens;“ 1.Tim6,12
Der Kampf des Glaubens ist uns verordnet, solange wir auf der Erde sind. Er ist gut, denn er wird stets gewonnen. Wir müssen uns nicht fürchten vor den Unständen des Lebens. Kinder Gottes dürfen den Frieden Gottes genießen und sich auf das Wort Gottes stützen.
„Du fürchtest dich nicht vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der am Tag fliegt.“ Ps 91,5
Viele Kinder Gottes verzweifeln heute an ihren schwierigen Lebensumständen. Die feurigen Pfeile des Bösen regnen auf sie herab. Sie können sich nicht dazu aufraffen, die Verheißungen der Bibel in Anspruch zu nehmen. Sie führen ein Leben in Sorgen und Angst vor dem nächsten Tag.
So soll es nicht sein. Wir ehren den Herrn damit, dass wir ihm in allem vertrauen. Darum fordert uns der Herr Jesus auf, ganz nah bei ihm zu bleiben, wie die Rebe am Weinstock. Wenn wir in ihm bleiben werden wir viel Frucht bringen. (Joh 15,5)
Eine Frucht des Heiligen Geistes ist der Friede. Er teilt sich uns mit, wenn wir glaubend unsere Anliegen vor den Herrn bringen. Dann werden wir erleben, wie der göttliche Friede Raum gewinnt in unserem Herzen und in unseren Gedanken. (Phil 4,6-8)

Lothar Gies

Samstag, 29. November 2014

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, Titus 2,11

Im großen Plan Gottes mit den Menschen war von Urbeginn aller Zeiten an die Gnade ein wesendlicher Bestandteil. Sie erschien auf der Erde in der Gestalt unseres Heilandes, der die Herrlichkeit des Himmels verließ, um uns durch sein Opfer eine völlige Erlösung zu schaffen.
Auch der sündhafte Mensch ist in der Lage, Gnade zu üben. Diese Gnade jedoch beschränkt sich zumeist auf den Verzicht auf Strafe und Vergeltung. Gnade kann unter Menschen ein sehr kalter Akt sein.
Gottes Gnade dagegen entspringt einer unaussprechlichen Liebe.  Sie gilt allen Menschen auf der Erde. Sie eröffnet dem Menschen ununterbrochen die Möglichkeit, seinen sündhaften Weg zu verlassen und ein Kind Gottes zu werden.
Sie begleitet aber auch den Gläubigen durch sein ganzes Leben. Sie ist die Grundlage der Vergebung, die wir täglich in Anspruch nehmen dürfen. Sie ist der Grund dafür, dass unser Glaube jeden Tag erneuert wird und dass wir das Wort Gottes verstehen können, wenn es zu uns spricht. Die Gnade ist  auch die Grundlage dafür, dass wir durch den Geist Gottes korrigiert werden können.
Ohne diese wunderbare Gnade Gottes wären wir niemals in den Genuss dieser göttlichen Zuwendungen gekommen.
Gottes Wort fordert uns auf:

„Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist;“ 2.Tim 2,1

Tatsächlich ist es der Herr Jesus, der die göttliche Gnade verkörpert.  Das Evangelium des Johannes bringt es in wunderbarer Weise zum Ausdruck:

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1,14

Durch IHN, der alles für uns tat, ist die göttliche Gnade zu den Menschen gekommen. Aus ihr leben wir und durch sie wissen wir, dass wir Kinder Gottes sind.
Das lebendige Wort Gottes endet mit diesem wunderbaren Segensspruch:

„Die Gnade des Herrn Jesus sei mit uns allen!

Lothar Gies

Freitag, 28. November 2014

Ich will lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen in den Zelten der Gottlosen. Psalm 84,11

Den Verlorenen Sohn  zog es hinaus in die Welt. Das Haus des Vaters war ihm zu eintönig und zu eng. (Lk 15,11ff) Draußen war Leben und Abwechslung. Da war auch die Sünde, aber da konnte man ja aufpassen.
Am Ende landete er am Trog der Schweine und stritt mit ihnen um die Abfälle, um damit „seinen Bauch zu füllen“ (V 16).
In Spr 1,10 hat Salomo möglicherweise an seinen verlorenen Bruder Absalom gedacht, als er die Worte niederschreibt:
 „Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so folge ihnen nicht!“
Und noch einmal in V 15:
„Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad.“
Der Psalmist bringt zum Ausdruck, wie es in seinem Herzen aussieht. Er weiß, was es bedeutet, in der Geborgenheit des Herrn zu leben. In V 5 ruft er aus:
„Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben.“
Im Haus des Herrn gelobt David, bis an sein Lebensende  zu bleiben. (Ps 23,6) Er hat erlebt, dass bei dem Herrn Trost, neue Kraft, neues Leben und göttlicher Friede ist. Alle Früchte, die der Geist Gottes hervorbringt, stehen dem Glaubenden zur Verfügung, wenn er im Haus Gottes bleibt.
Jesus gibt uns hier ein wunderschönes und völlig einleuchtendes Gleichnis. Er zeigt uns das Bild eines Weinstocks, an dem wunderbare Reben hängen.
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Joh 15,5
Jedem muss einleuchten, dass die Rebe, die sich vom Weinstock trennt, sterben muss. Geistlicher Tod ist furchtbar schmerzhaft. Der betroffene Gläubige muss eine bittere Erfahrung machen.
Am Schweinetrog kam der Verlorene Sohn zu sich selbst und die Gnade Gottes führte ihn zur Buße. Er sehnte sich zurück zum Haus des Vaters und war bereit, dort fortan als Tagelöhner zu leben.
Vielleicht ist es uns allen schon einmal so ergangen, wie dem Verlorenen Sohn. Wir fanden es  „engherzig und kleinlich“ in der Gemeinde der Gläubigen. Die Menschen draußen schienen so viel lockerer und freier durch das Leben zu gehen.
Der Herr Jesus hat uns als der Gute Hirte davor bewahrt, von der Sünde restlos verschlungen zu werden. Er geht dem verlorenen Schaf nach und bringt es zur Herde zurück.
Wer einmal diese Erfahrung gemacht hat, wird mit dem Psalmisten völlig übereinstimmen. Lieber wollen wir an der Schwelle stehen im Hause Gottes. Niemals aber wollen wir wieder zurück in die Zelte der Gottlosen.
Danken wir dem Herrn dafür, dass er uns jeden Tag davor bewahrt, von ihm wegzulaufen.

Lothar Gies

Donnerstag, 27. November 2014

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Psalm 23,5a

Das gemeinsame Miteinander an einem gedeckten Tisch war stets ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Verbundenheit zwischen Gastgeber und Gast. Zur Zeit des Psalmisten war ein Gast sicher vor seinen Feinden, denn er stand während des Mals unter dem Schutz des Gastgebers.
Der Feind Gottes ist auch der Feind der Gotteskinder. In einer Welt voller Unrecht, Sünde, Not und Verzweiflung sind die Gotteskinder ebenso betroffen wie die Menschen des Unglaubens. Angst um den Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Beziehungskrisen, Depressionen, Angststörungen etc. belasten unser Leben und bekämpfen als starke Feinde unser Vertrauen in Gottes Hilfe.
In der Welt habt ihr Angst; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16,33
Jesus fordert uns auf, guten Mutes zu sein, denn die Welt ist nur für den Menschen des Unglaubens bedrohlich. Die Gotteskinder stehen unter dem Schutz des ewigen Gottes. Das Wort Gottes ist uns eine wertvolle Hilfe, wenn wir angesichts unserer Schwierigkeiten angstfrei leben wollen. Der Psalmist drückt es so aus:
Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,2
Gibt es noch einen größeren Helfer als den, durch dessen Wort alles ins Leben gerufen wurde? Der allmächtige Schöpfer bietet dir seine Hilfe und seinen Beistand an. Er lädt dich ein, in seinem Schatten Platz zu nehmen und bei ihm zu bleiben. Er bereitet vor dir einen wunderbar gedeckten Tisch. Er tut dies angesichts deiner Feinde, angesichts deiner wirtschaftlichen Not, angesichts deiner Arbeitslosigkeit, angesichts deiner Depression, angesichts deiner Angst. In seiner Gegenwart kommt dein Herz zu Ruhe und du erlebst seinen Trost und seine Liebe.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Psalm 23,5b
Das wunderbare Geschenk des Heiligen Geistes und der uns zur Verfügung stehende Reichtum des Wortes Gottes wird uns neu bewusst und wir erkennen:
Nur Güte und Gnade werden mit folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des Herrn lebenslang. Psalm 23,6

Mittwoch, 26. November 2014

Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Matthäus 16,15

Die Frage, die Jesus hier an seine Jünger richtet, richtet er auch an uns: was sagt ihr, wer ich bin?
Was der natürliche Mensch über Jesus sagt, ist klar. Die Schriftgelehrten Israels sagten über Jesus, er sei Johannes der Täufer, andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten. V.14
Heute sieht man in Jesus einen „guten Menschen“, einen Religionsstifter, einen Humanisten, einen Menschen mit modernen Ansichten, der in der falschen Zeit lebte. Vor allem aber sieht man in Jesus einen Menschen, der seit zweitausend Jahren tot ist.
Damals lebte Jesus unter den Menschen als Mensch. So lesen wir in Philipper 2,7: Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden.
Wie sollte der Mensch, der nur das Äußere sehen kann, in Jesus etwas anderes erkennen, als einen Menschen? Die Propheten hatten ihn angekündigt. Jesaja beschreibt Jesus in der Phase seiner Marterung: Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Jesaja 53,2
Auch der Prophet Sacharja kündigte Jesus als den Messias an: Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, Sacharja 12,10
So kam Jesus zur bestimmten Zeit auf die Erde und er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an. Johannes 1,11
Es gab und gibt aber auch Menschen, die IHN als ihren Herrn und Heiland aufnehmen und an IHN glauben. Denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. V.12
Kinder Gottes wissen genau, wer Jesus ist: Der Sohn des lebendigen Gottes.

Lieber Leser, wer, glaubst Du, ist Jesus? ER segne Dich!

Lothar Gies

Dienstag, 25. November 2014

Du bekommst Geschenke nur, wenn du sie auch annimmst

Ich bin gekommen, damit sie Leben haben, und es in Überfluss haben.  Joh.10,10

„Leben im Überfluss“ ist im Zeitalter von Hartz IV und Massenarbeitslosigkeit ein Begriff, der offensichtlich auf immer weniger Menschen zutrifft. Diesen Eindruck können wir bekommen, wenn wir den Ausspruch des Herrn Jesus auf die materiellen Dinge des Lebens beschränken.
Die Frage nach unserer materiellen Versorgung beantwortet der Herr Jesus an einer anderen Stelle:
Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? Matt.6,26
Diese Verheißung anzunehmen und zur Lebensgrundlage zu machen, erfordert einen tiefen Glauben und ein festes Vertrauen darauf, dass in jeder Lebenslage die Hilfe von dem Herrn kommt, der Himmel und Erde gemacht hat. (Ps.121,2)
Für diesen Herrn gibt es keine Probleme, keine Unmöglichkeiten. Nichts ist ihm zu schwer. (1.Ms.18,14)
Was geschieht mit uns, wenn wir eine solche Glaubenshaltung einnehmen? In Phil. 4,7 wird uns die wunderbare Konsequenz vor Augen geführt, die auf unsere vertrauensvolle Hinwendung zu Gott folgt:
und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.
Auch und gerade in der Anfechtung, im finsteren Tal, erfüllt uns dieser göttliche Friede, der unseren Verstand übersteigt, und daher die sichtbaren Schwierigkeiten und Probleme völlig außer Acht lässt. Dieser Friede basiert ganz auf dem Wort Gottes.
Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad. Ps.119,105
Der ganze Reichtum des Wortes Gottes steht uns zur Verfügung. Wir dürfen jede Verheißung in Anspruch nehmen, und wir werden erleben, wie das Wort sich in unserem Leben erfüllt.
So zeigt uns die Bibel auch, was der Wille Gottes für unser Leben ist. Wir erkennen seinen Willen und folgen ihm. David hat in seinem bewegten Leben erkannt, wie wertvoll und bereichernd es ist, dem Herrn zu gehorchen und seinen Willen zu tun.
Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Ps.23,3
Wer versetzt uns in die Lage, das Wort Gottes und damit seinen Willen zu verstehen? Es ist der Heilige Geist, der unser Leben in Gott versiegelt hat und in uns wohnt.
(Eph.1,13) Er befähigt uns, ein geistliches Leben zu führen, in dem die Lebensumstände immer im Lichte der Tatsache gesehen werden, dass es für Gott keine Hindernisse gibt, um uns zu helfen.
Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich. Matt.19,26
Jeder Mensch, der sein Leben unter die Regentschaft des Herrn Jesus gestellt hat, kann über diese wunderbaren Geschenke Gottes verfügen. Er hat uns den Heiligen Geist und das lebendige Wort Gottes gegeben. Durch Jesus, den Sohn Gottes, sind sie uns zugänglich geworden. Er, der selbst das Leben ist, ist gekommen, um uns wahres Leben in der Heiligung zu geben, und das im Überfluss. Strecken wir uns danach aus.

Lothar Gies

Montag, 24. November 2014

Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid. Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen. Jes. 38,17

In vielen seelsorgerlichen Gesprächen habe ich den folgenden Ausspruch gehört:
 „Als ich in großen Problemen steckte, habe ich intensiver gebetet und das Wort Gottes hat viel deutlicher zu mir gesprochen.“
Es ist leider wahr, dass wir uns oftmals erst bei starkem Gegenwind daran erinnern, dass wir einen lebendigen Gott haben, der uns sieht und über alle unsere Schritte wacht.
Hiskia, der König von Juda, hatte ein Leben in der Nachfolge Gottes geführt und lag plötzlich schwer erkrankt und sein Ende erwartend. In dieser Situation, die er unerträglich fand, schrie er zu Gott. In seiner Angst machte er eine  entscheidende Entdeckung:
„Verschmachtend blickten meine Augen zur Höhe: O Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich ein!“ V.14
Hiskia stand vor den Toren der Ewigkeit und hatte keine Heilsgewissheit. Wie kann das sein, dass ein Mann Gottes Angst vor dem Tod hat? Hiskia erkannte auf sein Leben zurückblickend Sünde und Ungehorsam. (2.Chron. 32,24 ff)  Dieser Zustand wurde ihm jetzt erst bewusst. Er empfand starke Angst verloren zu gehen und er sah die dringende Notwendigkeit völliger Vergebung.
Nachdem er von seiner Krankheit geheilt wurde, war sein Herz voller Anbetung und Dankbarkeit. Er erkannte, dass der lebendige Gott alle seine Sünden vergeben und ihn vor dem Verderben bewahrt hatte.
Manchmal geraten Gotteskinder in belastende Lebenssituationen. Nicht selten lässt Gott diese Situationen zu, um uns dahin zu bringen, dass wir wieder neu nach ihm fragen. In Hebr. 12 lesen wir, dass die Zucht des Herrn zu unserem Nutzen geschieht,
damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. V.10
Darauf kommt es an, dass wir in der Heiligung stehen. Danach sollen wir uns täglich ausstrecken:
„Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;“ V. 14
Friede mit Gott wird unser geistliches Leben bestimmen, wenn wir die Sünde vermeiden und uns der Vergebung unserer Sünden bewusst sind. Dazu ermahnt uns das Wort Gottes:
„Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedsame Frucht der Gerechtigkeit.“ Hebr.12,11
Was immer auch Gott in unserem Leben geschehen lässt, soll zu unserer Reinigung und Heiligung dienen. Seine Gedanken mit uns, sind Gedanken des Friedens. (Jer. 29,11)
Hiskia ging durch eine Zeit der Prüfung und bekam ein ganz neues Bild von Gott. Diese Erfahrung machen wir auch heute. Gott möchte so gerne, dass wir uns ihm ganz zur Verfügung stellen. Deshalb lasst uns ihm mit ungeteiltem Herzen nachfolgen.

Lothar Gies

Sonntag, 23. November 2014

Verflucht sei, wer das Werk des HERRN lässig treibt, Jer 48,10

Dieses ernste Wort richtete sich zunächst an die Kinder Israel und ermahnte sie, den Kampf gegen die Moabiter mit ganzer Hingabe und ganzem Herzen aufzunehmen.
Auch wir stehen als Werkzeuge Gottes in einem permanenten geistlichen Kampf. Unser Glaube und unsere Hingabe zu Gott werden jeden Tag aufs Neue von uns gefordert.
Der Psalmist ruft aus:
Halleluja, Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. Ps 111,1
Bin ich selbst auch bereit, meinen Dienst für den Herrn mit meinem ganzen Herzen – oder wie wir in einem Lied singen – „mit all meinem Sein“ zu tun? Ist mir der Dienst für Gott wichtiger als alles andere?
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“, sagt der Herr Jesus. Er weiß, durch welche Umstände wir uns in unserer Hingabe beeinträchtigen lassen. Da sind Hobbys und andere Freizeitaktivitäten, da ist die Erschöpfung nach getaner Arbeit und der Wunsch nach Ruhe und Erholung. Dem gegenüber steht der Dienst in der Gemeinde, den wir übernommen haben und der unsere Freizeit kostet.
Wie schnell kann es dazu kommen, dass wir den Dienst für den Herrn als eine lästige Pflicht ansehen und entsprechend umsetzen.
Dem Allmächtigen dienen zu dürfen, ist eine große Gnade. ER zwingt uns nicht zum Dienst, aber er erwartet unseren ganzen Menschen, wenn wir für IHN tätig werden.
Dienet dem HERRN mit Gottesfurcht, Ps 2,11
Das ist ein wichtiger Appell an jeden Menschen, der für Gott arbeitet. Wo immer Du Dich in der Gemeinde einbringst, ob in der Kinderarbeit, im Organisationsdienst, in der Gemeindeleitung, im Musikteam, in der Jugendarbeit oder in der Wortverkündigung: vergiss nicht, für wen Du es tust.
Hüten wir uns davor, unseren Dienst für den Herrn lustlos und nachlässig zu tun.
Lassen wir es uns immer wieder von Gott schenken und strecken wir uns danach aus,  dass unsere Herzen für IHN brennen.
Gott segne uns in unserem Dienst.

Lothar Gies

Samstag, 22. November 2014

„Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit“ 1.Timotheus 3,16

Wahrhaftig ist der Sohn Gottes, unser Herr Jesus, ein Geheimnis, das sich uns erst in der Herrlichkeit erschließt. Bis dahin ist er der Ursprung unserer Gottseligkeit und wir lieben ihn als unseren Retter und Erlöser.
Er offenbarte sich im Fleisch, das heißt: er wurde Mensch. (Joh 1,14; Hebr 2,14; Joh 14,6).
Er ist gerechtfertigt im Geiste, das heißt, dass der Heilige Geist uns den Herrn Jesus verklärt und uns erkennen lässt, dass Jesus wahrhaftig der Sohn Gottes ist. (Röm 1,4; 4,24)
Er wurde gesehen von den Engeln, das sagt uns, dass er die Herrlichkeit verließ, um uns eine völlige Erlösung zu schaffen. (1.Petr 1,12; 2.Petr 1,21).
Er wurde und wird gepredigt unter den Nationen, das bedeutet, dass sein Name auf der ganzen Welt bekannt ist und allen Menschen die Möglichkeit zur Errettung gibt. (1. Tim 2,7; Jes 49,6; Joh 11,51).
Er wurde und wird  geglaubt in der Welt, das heißt, das immer noch Menschen zum lebendigen Glauben gelangen. (Joh 1,12; Kol 1,6; 1,23)
Er wurde nach vollbrachtem Erlösungswerk wieder aufgenommen in Herrlichkeit. (Mark 16,19; Apg 7,56; Hebr 10,12).
Wenn wir bedenken, dass er selbst das lebendige Wort Gottes ist, wird uns klar, dass wir hier die Fragen unseres Lebens beantwortet bekommen. Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam (Hebr 4,12). Es ist ein scharfes Schwert, das tief in unsere Seele einschneidet und unsere Gedanken und unsere Herzenshaltung korrigiert und uns neue Perspektiven schenkt. Wenn uns das Wort Gottes in einer Schriftstelle besonders anspricht, wissen wir, dass der Herr Jesus selbst in diesem Moment zu uns redet.
Jesus ist aber auch Licht, und zwar das wahrhaftige Licht. (Joh 1,9) Er kam als dieses Licht in die Welt und schuf Erleuchtung für alle Menschen.
Wie unvorstellbar groß ist unser Herr Jesus, der Heiland unserer Seele. Erst in der Herrlichkeit werden wir ihn richtig erkennen, aber schon hier auf der Erde lieben wir ihn.
Seinen Segen wollen wir uns zusprechen.

Lothar Gies

Freitag, 21. November 2014

So kehrte Naomi zurück und mit ihr die Moabiterin Rut, ihre Schwiegertochter, die aus dem Gebiet von Moab heimgekehrt war. Sie kamen nach Bethlehem zu Beginn der Gerstenernte. (Rut 1,22)

Dieser Begebenheit ging ein Weg der Niederlage und des Verlustes voraus. Naomi hatte gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Söhnen Bethlehem (das Brothaus) verlassen. Es war Hungersnot im Land und die Familie hatte sich entschlossen, in das Land der Moabiter zu gehen, denn dort gab es Brot. Moab war aber ein Ort der Abgötterei und des Götzendienstes. So war Naomis Familie dahin gegangen, wo es für die Kinder Israels verboten war. Sie verließen die Gegenwart Gottes und gingen in die sündige Welt, um ihre momentane Lebenssituation zu verbessern.
Es ist wie ein Naturgesetz. Wir verlassen die Nähe Gottes und erleben automatisch Unsegen und geistliche Leere. So ging es auch dem verlorenen Sohn, der sein Vaterhaus verließ und in die Ferne zog. Dort verlor er alles und landete auf der untersten Ebene der menschlichen Gesellschaft – bei den Schweinen.
Jesus sagt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. (Joh. 15,5)
Das Rezept für ein geistliches Leben im Sieg liegt also in der Notwendigkeit, bei Jesus zu bleiben. So wie die Rebe aus sich selbst keine Frucht bringen kann, so kannst auch du die Früchte des Geistes aus Gal. 5,22 nicht mehr hervorbringen, wenn du dich von dem Herrn Jesus entfernt hast. Du erlebst, wie dein geistliches Leben immer ärmer wird und das Wort Gottes nicht mehr zu dir spricht. Die Freude im Herrn hat dich verlassen. Dein Vertrauen auf Gottes Hilfe ist erloschen. So, wie der verlorene Sohn zu seinem Vater zurückkehrte und wie Naomi ohne Ehemann und Söhne mit ihrer Schwiegertochter nach Bethlehem zurückkehrte, so musst auch du zurückkehren zu Jesus, der wahren Lebensquelle. Er wird dir liebevoll entgegenkommen, wie der Vater seinem heimkehrenden Sohn.
Als Naomi in Bethlehem ankam und die alten Nachbarn sie freudig begrüßten, war sie sich ihres traurigen Zustandes völlig bewusst. Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der Herr zurückkehren lassen. (V. 21) Aber dann durfte sie die liebende Hand Gottes neu erkennen, denn es war die Zeit der Gerstenernte. In dieser Zeit herrschte in Israel Überfluss. Jeder, auch der Ärmste, durfte sich an der Gerstenernte beteiligen und sich für den eigenen Bedarf mit Gerste eindecken.
So ist unser wunderbarer Herr. Er wartet auf dich und sobald du dich entschließt, wieder zu ihm zurückzukehren, wird er dir entgegenkommen und dafür sorgen, dass bei deiner Rückkehr die Gerstenernte begonnen hat. Gott segne dich.

Lothar Gies

Donnerstag, 20. November 2014

Er hat euch fähig gemacht zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht und uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. Kolosser 1,12-14

Das herrliche Erbteil, das Gott für uns bereitgestellt hat, ist die Herrlichkeit droben im Licht. „Welch ein Jubel wird das sein,“ hat ein Liederdichter einmal geschrieben. Wie sind wir erbberechtigt geworden? Durch die Bereitschaft, das Opfer des Herrn Jesus auf Golgatha, anzunehmen. Dadurch wurden wir Kinder Gottes und damit Kinder der Ewigkeit.
Auch wenn wir noch in unserem sterblichen Leib hier auf der Erde sind, leben wir doch ewig in der Herrlichkeit Gottes. Wir lesen in Johannes 11,25: Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.
Als ewig lebende Kinder Gottes in der Herrlichkeit des Herrn, sind wir befähigt, gemeinsam das Erbe entgegenzunehmen.
Zunächst musste Jesus Christus an das Kreuz gehen, um der Menschheit eine ewig gültige Erlösung zu schaffen. Frei von aller Sünde und damit nicht mehr unter der Herrschaft des Todes, leben Kinder Gottes nun schon hier auf der Erde unter dem starken Einfluss der himmlischen Mächte. Schon hier auf der Erde befinden wir uns geistlich bereits im himmlischen Reich Jesu.
Mit den Augen des Herzens sehen wir die Herrlichkeit schon heute, aber einmal werden wir Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Wir lesen in Hebräer 2,9: Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte.


Was wird das sein, lieber Leser, wenn wir Jesus in Herrlichkeit von Angesicht sehen. ER segne Dich!

Lothar Gies

Mittwoch, 19. November 2014

Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten, Philipper 3,20

Ein gängiger Ausspruch in dieser Welt ist: „die frommen Fundamentalisten sind irgendwie nicht von dieser Welt.“ In diesem Fall liegen die Ungläubigen völlig richtig. Die Kinder Gottes sind Kinder des Lichts. Epheser 5,8
Jesus Christus hat uns von allen Sünden befreit und uns dadurch gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. Kolosser 1,13
Schon hier auf der Erde erleben Kinder Gottes die Herrlichkeit des Herrn. In Hebräer 11 werden uns die Menschen des Alten Bundes vorgestellt, die sich in besonderer Weise gläubig gezeigt haben: Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht erlangt, sondern sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten, dass sie Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seinen. (V.13)
Darum fordert uns Jesus auf, wie Fremdlinge auf der Erde zu leben und uns um die Belange des Lebens keine Sorgen zu machen. Er fordert seine Jünger und damit auch uns heute dazu auf, keine Sorgen um Nahrung und Kleidung zu haben, denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Matthäus 6,32
Wie beruhigend und wunderbar ist es, dass der allmächtige Gott unsere irdischen Bedürfnisse kennt und uns versorgen will.
Das Leben auf dieser Erde ist problematischer geworden. Es gibt viel zu viele Menschen, als dass alle vernünftig ernährt werden könnten. So leiden viele Millionen Menschen an Hunger. „Weltfrieden“ ist ein Begriff, der sich angesichts der vielen Krisenherde immer mehr als Utopie erweist.  Es gibt auf dieser Erde keine Sicherheiten. Alles hängt scheinbar von unzähligen Zufällen ab und viele Menschen sehen ihn ihrem Erdendasein keinen Sinn mehr.
Kinder Gottes sind wirklich nicht „von dieser Welt“ sondern Kinder der Ewigkeit.

Lieber Leser, bist Du auch ein Kind der Ewigkeit oder Erdenbürger? Gott segne Dich!

Lothar Gies

Dienstag, 18. November 2014

Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt. Philipper2,14.15

In diesem Gotteswort werden die Kinder Gottes aufgefordert, alles Zweifeln und Hinterfragen in der Arbeit des Reiches Gottes abzulegen.
Der Zweifler ruht nicht in Gott, sondern er gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Jakobus 1,6
Auf diese Art und Weise kann der gläubige Mensch aber inmitten des verdrehten und verkehrten Geschlechts auf dieser Welt nur schwer als Himmelslicht zu erkennen sein. Sorge und Zweifel sind Kriterien des Unglaubens und sollen ein Kind Gottes nicht mehr auszeichnen. 
David ist uns im Glauben ein großes Vorbild. Der 18. Psalm beginnt mit den Worten: Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls. (V.1)
Dann beginnt David mit dankbarem Herzen, den HERRN zu loben: Ich liebe dich, HERR, meine Stärke! Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste. (V.2.3)
So hat David gelebt: in vollem Vertrauen zu seinem Gott, dessen Gnade und Liebe er immer wieder erleben konnte. Es gab in seinem Leben Tiefen, in denen er versagte, aber immer wieder wandte er sich dem lebendigen Gott zu und erlebte die Vergebung und Rettung. Von allen seinen Zeitgenossen hat er sich als gläubiges Werkzeug des Allmächtigen hervorgetan.  Denn mit dir erstürme ich einen Wall, und mit meinem Gott überspringe ich eine Mauer. Psalm 18,30
So sollen Kinder Gottes stets zu erkennen sein. Der HERR verdient unser Vertrauen und indem wir seinen Worten glauben, verherrlichen wir seinen Namen.

Lieber Leser, auch heute segne Dich der lebendige Gott.

Lothar Gies

Montag, 17. November 2014

Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen könnt. Epheser 6,13

Als der Mann seinen Arbeitsplatz verlor, sprach er von einem „bösen Tag“ in seinem Leben. Tatsächlich bringen unsere Tage nicht nur schöne Dinge, sondern immer wieder auch Traurigkeit und Enttäuschung. Wenn sich Gutes und Schlechtes die Waage hält, ist der Tag „durchwachsen“. Wenn aber ein schlimmes Ereignis alles Andere in den Schatten stellt, ist der Tag böse. Der Mann, der seinen Arbeitsplatz verliert, liegt, wenn Sorgen ihn übermannen, psychisch am Boden.
Deshalb fordert das Wort Gottes uns heute auf, die ganze Waffenrüstung Gottes anzulegen. Mehr denn je sind wir heute darauf angewiesen, den Wechselfällen des Lebens begegnen zu können, ohne am Boden zu liegen. In Römer 13,12 lesen wir: Die Nacht ist weit vorgerückt und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen.
Die Waffen des Lichts sind uns in Epheser 6 vor Augen gestellt. Da sind der Gürtel der Wahrheit, der Panzer der Gerechtigkeit, die Schuhe der Bereitschaft, der Schild des Glaubens, der Helm des Heils und das Schwert des Geistes. Mit dieser geistlichen Ausrüstung kann ich die Anfechtungen des Lebens bestehen. Ich muss nicht zusammenbrechen, denn der, welcher in uns ist, ist größer als der, der in der Welt ist. 1. Johannes 4,4
So können wir dem Feind widerstehen und wenn wir uns gewappnet und dem Feind widerstanden haben, stehen wir noch immer aufrecht.
Die ganze Waffenrüstung ist notwendig, um dem Feind wirksam widerstehen zu können. Dann erleben wir die Wirksamkeit des Wortes Gottes, denn wir lesen in Jakobus 4,7: Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.

Lieber Leser, Du bist den Angriffen des Bösen nicht schutzlos ausgeliefert. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Sonntag, 16. November 2014

Sagt alle Zeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus! Epheser 5,20


Wenn wir das Gefühl der Dankbarkeit empfinden, haben wir keine Probleme, unseren Dank auch zum Ausdruck zu bringen. Je nachdem, wie dankbar wir sind, wird auch unser Dank ausfallen.
Unser Bibelwort sagt nun, dass wir allezeit und für alles Dank sagen sollen. Wie aber soll der Dank aussehen, wenn ich gar keine Dankbarkeit empfinde? Fordert Gott wirklich Heuchelei von mir? Gott kennt doch unser Inneres ganz genau. Jesus Christus hat doch als Mensch auf dieser Erde gelebt und weiß, wie es uns mit Enttäuschungen und Anfechtungen aller Art geht. Wir lesen in Hebräer 4,15: Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.
Ja, Jesus weiß, dass wir keine Dankbarkeit produzieren können. Dennoch sollen wir zu jeder Zeit für alles Gute und Böse unserem Gott und Vater Dank sagen. Um mit diesem Gotteswort klar zu kommen, müssen wir den ganzen Vers lesen. Er endet nämlich mit den Worten: im Namen unseres Herrn Jesus Christus! Da liegt der Schlüssel, der uns das Wort nachvollziehbar macht. Ich selbst kann mich nicht bedanken, wenn ich ein großes Unglück erlebe. Jesus Christus in mir aber kann es tun, denn er ist Gott. Im Namen Jesus bedeutet, in seinem Auftrag, sage ich für die Situation Dank. Damit erfülle ich dann das Wort aus Psalm 50,23: Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg;  ich werde ihn das Heil Gottes sehen lassen.
Selbst dann, wenn ich im Auftrag Jesu Dank sage, ist es noch eine Überwindung und ein Opfer. Gott wird dadurch verherrlicht und ich bringe damit zum Ausdruck, dass ich anerkenne: Denn soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesaja 55,9
Zugleich bekunde ich, dass ich fest daran glaube, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Römer 8,28

Lieber Leser, Gott ist größer als unsere Probleme. ER segne Dich!

Lothar Gies

Freitag, 14. November 2014

„Wie kostbar sind Deine Gedanken, o Gott; wie gewaltig ist ihre Summe“ Psalm 139,17

Dieser aus tiefer Überzeugung kommende Ausspruch des Psalmisten gründet auf Erfahrungen, die auch wir immer neu machen müssen. Wir erleben Entscheidungen Gottes, die wir mit unserem Verstand nicht fassen können und die unseren Widerspruch herausfordern.  Warum hat der Herr mein Gebet nicht erhört, meine Wünsche nicht erfüllt, die Türen verschlossen und meine Pläne vereitelt? Der Teufel ist dann sofort zur Stelle und macht uns klar, dass unser Gebet nichts nützt und wir allen Grund zur Verzweiflung haben.
In der Rückschau jedoch sehen wir, wie weise und wunderbar der Weg des Herrn war. Gott kennt uns und weiss, wie schnell wir ungeduldig und verbittert werden, wenn wir seine Wege nicht verstehen. Darum wendet er sich voller Liebe uns zu und ermuntert uns, ihm zu vertrauen: „Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Jes.55,9  In der Herrlichkeit werden wir einmal die Gedanken Gottes in ihrer ganzen Tiefe verstehen und Antworten auf alle Fragen unseres Lebens bekommen. Hier auf dieser Erde sind wir auf unsere Begrenztheit angewiesen und sehen staunend die Entscheidungen des Herrn. Jeremia beschreibt einen Menschen, der es fertig bringt, trotz allem Unverständnis dem Herrn zu vertrauen. So ein Mensch ist  „...wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist ... und der sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt.“ Jer. 17,8 Wie ein kleines Kind im Arm des Vaters, dass sich darauf verlässt, dass der Papa nichts böses mit ihm vorhat, so sollen wir unserem Gott vertrauen. Wir werden erleben, wie groß er ist  und wie sicher wir uns in seiner Nähe fühlen können. Er sagt: „Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich mit euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ Jer, 29,11
Im 103. Psalm wendet sich der Psalmist zurück und erkennt die weisen Wege des Herrn in seinem Leben. Diese Sicht lässt ihn anbeten: „Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!“ Psalm 103,2
Ja, wir wollen uns stets daran erinnern, wie uns Gott durchgeholfen hat bis zu diesem Augenblick und darauf vertrauen, dass er uns auch weiter sicher führt.

Lothar Gies

Donnerstag, 13. November 2014

„Aber die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft, sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen ermüden nicht.“ Jesaja 40,31

Es liegt in unserer Natur, dass wir den Mut bald verlieren, wenn Schwierigkeiten und Sorgen sich vor uns auftürmen. Wir sehen zuerst auf unsere eigenen Möglichkeiten und stellen diese den Problemen gegenüber. Oft sehen wir, dass unsere Kraft zu klein ist und gehen verzweifelt zu Boden. Dabei sind es nicht nur die Alten und Schwachen sondern gerade auch junge und sportliche Männer, die im Kampf mit den Lebensumständen unterliegen und stürzen. „Jünglinge ermüden und ermatten und junge Männer straucheln und stürzen.“ Jes. 40,30

Anders als Menschen ohne Jesus haben Gotteskinder die Möglichkeit, trotz aller Widerwärtigkeiten unbesorgt und voller Vertrauen durch das Leben zu gehen. Jesus weist liebevoll hin auf die schwache Kreatur: „Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ Matth. 6,26

Wie oft starren wir gebannt auf die Umstände und sehen die Ausweglosigkeit unserer Lage. Der Herr kennt unsere Schwachstellen und weiß, wie schnell wir an unserem Glauben verzweifeln wollen. Hören wir, was der Geist Gottes uns sagt: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.“ Hebr. 4,15

Der Herr kennt unsere Bedürfnisse und weiß, dass wir aus eigener Kraft nichts schaffen können. „So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen oder was sollen wir trinken oder was sollen wir anziehen, denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ Matth. 6,31

Tatsächlich haben wir die Möglichkeit, uns in allen Dingen völlig auf den Herrn zu verlassen. Wissend, dass Gottes Wort lebendig und ohne Falsch ist, dürfen wir uns darauf verlassen, dass er keine leeren Versprechungen macht. Jesus antwortete Martha, die angesichts des gestorbenen Bruders feststellte, das Jesus offensichtlich zu spät gekommen war:wenn Du glaubtest, würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen.“ Joh. 11,40

Wahrhaftig erleben wir die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben, wenn wir unsere Hoffnung auf Ihn setzen. Unser Glaube ist eine große Kraft, denn wenn wir uns glaubend auf den Herrn verlassen,
werden wir über den Schwierigkeiten und Sorgen stehen, wie der Adler über dem Feld.

Lothar Gies

Mittwoch, 12. November 2014

Aus Seir ruft man mir zu: Wächter, wie weit ist es in der Nacht, Wächter, wie weit in der Nacht? Der Wächter sagt: Der Morgen ist gekommen, und doch ist auch noch Nacht. Jesaja 21,11

Dieser Ausspruch über Duma, den Nachkommen Ismaels, hat auch für uns heute eine tiefe Bedeutung.
Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, haben auf dieser Erde einen gemeinsamen Platz. Ganz am Anfang der Bibel wird diese Tatsache bereits festgelegt. „und Gott schied das Licht von der Finsternis“ 1.Mose 1,4
Als die Kinder Israel fortzogen aus Ägypten und die Ägypter ihnen nachjagten, stellte sich Gott in Gestalt einer Wolkensäule zwischen die beiden Lager. Die Ägypter sahen „Gewölk und Finsternis, aber für die Israeliten erleuchtete sie die Nacht. 2.Mose 14,20
Unser Herr Jesus ist das vollkommene Licht, „welches in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.“ Joh.1,9 In dem Augenblick, als wir unser Leben unter die Führung Gottes gestellt und Jesus Christus als unseren Heiland und Erlöser angenommen hatten, wurden wir „Kinder des Lichts“ 1.Thess.5,5, und  „Himmelslichter in der Welt“ Phil. 2,15.
In dieser Welt sind wir umgeben von der Nacht der Sünde. Dunkel und bedrohlich umgibt uns das Böse. In dieser bedrückenden Umgebung müssen die Menschen ohne Jesus orientierungslos herumirren. Weil sie das Licht Gottes nie kennen gelernt haben, vermissen sie es auch nicht. Gleichwohl sucht der verlorene Mensch nach Antworten auf die brennenden Fragen seines Lebens. Aus der Dunkelheit kommen nur Antworten, die nicht weiterhelfen.
Da liegt unsere Aufgabe als Kinder Gottes. Wir sollen als Lichtträger des Ewigen den Menschen eine neue Orientierung geben. Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Leuchtkraft nicht verlieren. Dies geschieht immer dann, wenn wir uns von Gott entfernen, indem wir z.B. die Gottesdienste vernachlässigen und auch Gebet und Bibelstudium nicht mehr praktizieren. Dann zieht sich der Heilige Geist in uns zurück und wir gleichen einer Lampe, die nicht brennt.
Solange die Gnadenzeit noch dauert, gibt es auf dieser Erde neben der Nacht auch das Licht. Immer da, wo Kinder Gottes sind, erstrahlt das Licht des Herrn.
Ein altes Sonntagschullied drückt es so aus:

Jesus heißt uns leuchten mit hellem Schein
wie ein kleines Lämpchen brennend klar und rein.
Christen sollen leuchten in der dunklen Welt
jedes an dem Plätzchen, wohin Gott es stellt.

Strecken wir uns neu danach aus, für den Herrn Jesus zu leuchten, solange wir auf dieser Erde sind.

Lothar Gies

Dienstag, 11. November 2014

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Epheser 1,13

Wie lange würde unser Glaube Bestand haben, wenn wir nicht mit dem Heiligen Geist versiegelt worden wären. Der Heilige Geist ist die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Nur die Kinder Gottes können dieses ungeheure Geschenkt Gottes erleben.
In einer Welt voller Anfechtung würde der Glaube an den unsichtbaren Gott keinen Tag alt werden. Kinder Gottes aber sind ihr Leben lang gläubig, und besonders in der Anfechtung wächst der Glaube in Unermessliche. In Ländern, in denen Christen um ihres Glaubens willen verfolgt und oftmals getötet werden, bewirkt der Glaube in den Menschen einen Frieden, der allen Verstand übersteigt. Philipper 4,7
Der Heilige Geist bewirkt diese innere Kraft. Der ungläubige Mensch kann das niemals begreifen. In ihm herrscht geistliche Finsternis und nur die Mächte des Bösen wohnen ihm.
Das Bild des Siegels will uns sagen, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes eine unauslöschliche Tatsache ist. Wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. 2. Timotheus 2,13
Angesichts der Mächte des Bösen und ihrer Auswirkungen auf das Leben ist den Kindern Gottes das Wort zugerufen: Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. 1. Johannes 4,4
Ein Leben als Kind Gottes ist ein Leben in der Kraft Gottes. Der Heilige Geist ist die größte Energiekonzentration im ganzen Universum. Nichts ist gewaltiger und stärker als der Heilige Geist Gottes. Er ist die Kraft, die Christus aus den Toten auferweckt hat. (Römer 8,11)
Ein Leben im Heiligen Geist ist ein Leben im Sieg über die Mächte der Sünde.

Lieber Leser, auch Du sollst mit dem Heiligen Geist Gottes versiegelt sein. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Montag, 10. November 2014

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus. Epheser 1,3

Der Segen Gottes ist allumfassend. Auch die weltlichen Dinge kann und will er uns geben. So sorgt er sich um unser leibliches Wohlergehen und verweist dabei auf die Vögel des Himmels: Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie? Matthäus 6,26
Kinder Gottes können sich an diesem Wort aufrichten und dürfen wissen, dass Gott, der Vater, sie versorgen wird. Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. V.28.29
Die Tatsache aber, dass Kinder Gottes solche Gottesworte als Trost und Auferbauung empfinden können, ist eine geistliche Segnung. Es ist die Segnung des Glaubens, der eine kostbare Gabe des Heiligen Geistes ist. Der Glaube setzt den Glaubenden in die Lage, ein Leben in Sorglosigkeit und Angstfreiheit zu führen. Die Freude im HERRN und die lebendige Hoffnung der Herrlichkeit Gottes, die den Kindern Gottes verheißen ist, sind weitere geistliche Segnungen. Sie heben den an Christus gläubigen Menschen über die Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten des Lebens hinaus. Jesus sagt: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33
Mit solchen geistlichen Segnungen ausgerüstet, kann das Kind Gottes getröstet und  mit dankbarem Herzen durch das Leben gehen, im Herzen den Ausruf: Gepriesen sei der HERR!

Lieber Leser, Gott segne auch Dich mit jeder geistlichen Segnung.

Lothar Gies

Sonntag, 9. November 2014

Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wir er auch ernten. Galater 6,7


Immer entschiedener wird Gott aus dem Denken und Leben der Menschen ausgeklammert. Das Bild des Schöpfers allen Lebens passt nicht mehr in das Denkschema der modernen Menschen.
Wie töricht ist der Mensch, wenn er sich auf seinen Unglauben etwas einbildet. In Psalm 53,2 lesen wir: Der Tor spricht in seinem Herzen: „Es ist kein Gott.“
Das verbissene Bemühen des natürlichen Menschen, ungläubig zu sein, veranlasst ihn dazu, den, dessen Existenz er leugnet, außerdem zu verhöhnen.
So wird der Name Gottes im alltäglichen Sprachgebrauch in platten Redewendungen und weinseligen Gesängen missbraucht. Der Mensch leugnet die Existenz Gottes und macht ihn gleichzeitig für alle Katastrophen und Hungersnöte und Massenmorde verantwortlich.
So wird der Name Gottes missbraucht und verlästert von den Menschen, die sich auf dem Weg in die ewige Verdammnis befinden. Ihnen wird dieses Gotteswort zugerufen. „Macht euch keine falschen Vorstellungen über Gott! Er präsentiert dem Spötter und Gottesleugner  schließlich die Rechnung für jedes Wort und jede Tat.“
Ein Leben ohne Glauben an Jesus Christus ist ein Leben ohne Sündenvergebung. Die Sünden müssen aber schließlich abgegolten werden. Jesus Christus vergoss auf Golgatha sein Blut, um die Sünden der Welt abzuwaschen. Wer an ihn glaubt, hat die Vergebung seiner Sünden. Wer aber mit der Last seiner Sünden in die Ewigkeit geht, muss seine Rechnung selbst bezahlen. Dass alles seinen Preis hat, lesen wir auch in Prediger 11,9: Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit! Und lebe nach dem, was dein Herz wünscht und wonach deine Augen ausschauen! Doch wisse, dass um all dieser Dinge willen Gott dich zur Rechenschaft ziehen wird!

Lieber Leser, hast Du Vergebung deiner Sünden, oder wird Dich der HERR einmal für deine Worte und Taten zur Rechenschaft ziehen? Gott segne Dich!

Lothar Gies

Samstag, 8. November 2014

Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme. (Hebräer 11,8)

Können wir nachvollziehen, was in Abraham vorgegangen ist? Mit all seiner Habe und seiner Familie zog er los in eine völlig fremde einsame Gegend.  Es standen ihm keine Hilfsmittel zur Verfügung. Es gab keine Wegbeschreibungen. Das Land vor ihm war fremd und leer. Alle Menschen und Tiere, die mit ihm zogen, waren darauf angewiesen, dass Abraham sie zu  Weideplätzen führt. Er aber kannte den Weg selbst nicht und ging einfach los, in die Richtung, die Gott bestimmt hatte.  Er hatte die Wahl, Gott zu gehorchen oder zu Hause zu bleiben. Er hatte keinerlei Möglichkeiten, sich über den Weg Informationen zu verschaffen. Was hat ihn bewogen, ein solches Wagnis einzugehen?
Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. (Römer 4,3)
Von diesem Glauben an den wahren und lebendigen Gott war er durchdrungen. Dieser Glaube gab ihm die Sicherheit, nicht in die Irre zu gehen sondern an das Ziel zu kommen.
In unserer heutigen Zeit gibt es keinen Flecken mehr auf der Erde, der unerforscht ist. Wir sind in der Lage, jeden Weg zu finden, denn die Satellitentechnik macht es möglich, jede Strecke vorauszuberechnen. So wird unser Glaube in vielen Lebensbereichen nicht gefordert. Fehlt dann eine solche sichtbare Sicherheitsgröße, (Navigationsgerät, Straßenkarte, Bankguthaben, Beziehungen etc.) fällt es uns oft schwer, Schritte des Glaubens zu tun. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns durch alle Schwierigkeiten des Lebens sicher hindurchführt, auch wenn wir den Weg selbst nicht kennen? Lassen wir uns von Gott neu beschenken mit der Gabe des Glaubens (1. Kor. 12,9), dem Glauben, der sich nicht anlehnt an menschliche Hilfsmittel.
Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine feste Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. (Hebräer 11,1)
Feste davon überzeugt, dass Gott größer ist als alle Probleme unseres Lebens, sind Gotteskinder immer auf der Siegesstraße denn Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5,4)
Der selbe Gott, der Abraham durch ein unbekanntes Land an das Ziel führte, ist bei dir. Er will dich genau so sicher führen und freut sich darüber, wenn du ihm dein Vertrauen schenkst. Gehe Schritte des Glaubens mit dem Herrn und schaue nicht auf die Wellen der Schwierigkeiten sondern nur auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens. (Hebräer 12,2)

Lothar Gies

Freitag, 7. November 2014

Und David griff mit seiner Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn. Und der Stein drang ihm in die Stirn ein, und er fiel auf sein Gesicht zur Erde. 1. Sam. 17,49

Dieser besiegte Philister war Goliath, ein gewaltiger Krieger der Feinde Israels. Seine Bewaffnung war so imposant wie seine Körpergröße. In den Versen 4 – 11 wird er beschrieben – seine Länge war sechs Ellen und eine Spanne (ca. 3,37 m) und das Gewicht seines Panzers war 5.000 Schekel Bronze (ca 60 kg). Die Spitze seines Speeres wog alleine 600 Schekel Eisen (ca. 7 kg).
Er baute sich vor den Schlachtreihen Israels auf und verhöhnte den Gott Israels 40 Tage lang. Wer sollte aber gegen diesen überlegenen Krieger in den Kampf ziehen. Natürlich hatten die Israeliten in vielfacher Weise die Hilfe Gottes gesehen und erlebt, dass ihr Gott lebendig und von unbegrenzter Macht ist. Aber in dieser speziellen Situation haben sie Gott völlig vergessen. Sie waren „niedergeschlagen und fürchteten sich sehr“. V. 11
Der Riese, der sich momentan vor Dir aufbaut, heißt nicht Goliath sondern vielleicht „drohender Arbeitsplatzverlust“, „Bankrot“, „wirtschaftlicher Zusammenbruch“ oder sozialer Abstieg. Dahinter stehen Menschen, die schwer bewaffnet sind. Ihre Waffen sind Geld, Einfluss und Macht. Und Deine Bewaffnung ist Jesus, der Fels, auf dem Dein Glaube gegründet ist.
 „Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.“ Psalm 18,3
Nichts ist herrlicher als der Name Jesus. Er ist größer und mächtiger als alle Macht des Feindes. Kein Riese ist IHM gewachsen. Darum sollen wir alle unsere Hoffnung auf ihn setzen: „Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn.“ Kol. 3,17

David, der Hirtenjunge, vertraute auf den lebendigen Gott und fürchtete die überlegene Ausrüstung des Feindes nicht. Er lehnte jede Kriegsrüstung ab (V.38+39), nahm seinen Stab und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach. Dann nahm er seine Schleuder und trat dem Philister entgegen.  V. 40
Der kleine Stein tötete den Philister trotz dessen schwerer Rüstung auf der Stelle.
Man hat einmal untersucht, wie weit man mit einer solchen altertümlichen Steinschleuder werfen konnte. Ein  Kieselstein erreichte bei entsprechender Wurftechnik eine Weite von 180 m bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h. Mit solcher Gewalt bricht sich unser Glaube  Bahn durch die Rüstung des Feindes.
Jesus, der Fels auf dem wir stehen, will unser Vertrauen. Wir sollen uns von ganzem Herzen auf IHN verlassen und nicht auf unsere eigene Kraft oder gar auf unsere Beziehungen. (Spr. 3,5)  Machen wir es nicht wie die Israeliten, die angesichts einer so großen Gefahr allen Glauben verlieren. Wir sind Kinder Gottes und versiegelt mit dem Heiligen Geist.
„Ihr seid Gottes Kinder und habt überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, der in der Welt ist.“ 1.Joh. 4,4
Ein Leben im vollen Vertrauen auf die Hilfe Gottes, angesichts der Riesen in unserem Leben, ist ein Leben im Sieg.

Lothar Gies

Donnerstag, 6. November 2014

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. 2. Korinther 5,21


Jesus Christus verkörpert alles, was gut, rein und heilig ist. Er ist der Sohn des lebendigen Gottes und er ist der Ursprung allen Lebens. so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. 1. Korinther 8,6
Die Tatsache, dass Jesus Christus der Ursprung aller Schöpfung ist, wird  auch in Römer 8,36 beschrieben: Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.
Jesus Christus ist der einzige Weg, der zu Gott führt, und ohne Jesus gibt es keine gültige Wahrheit. Nur und ausschließlich Kinder Gottes erleben diese Tatsache. Sie erleben Jesus Christus als den lebendigen Gott, der Gebete erhört und der in großen und kleinen Dingen helfen kann. Jesus ist die zweite Person der Gottheit, Gott, der Retter und Gottessohn.  Jesus Christus ist der Ewige, der keinen Anfang und kein Ende hat, der Erlöser, von dem Hiob sagt: Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub stehen. Hiob 19,25
Weil nun die Menschheit in Sünden gefangen und keine Verbindung zwischen Gott und Mensch mehr möglich war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz. Galater 4,4
Jesus Christus kam auf die Welt im Körper eines Menschen, und er war als Mensch dem Vater im Himmel in allem gehorsam. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Philipper 2,8
Dort am Kreuz auf Golgatha hat Jesus Christus die Sünden der ganzen Menschheit auf sich genommen und er wurde dort am Fluchholz zur Sünde selbst gemacht. Das hat er für die Menschen getan, die ihn mehrheitlich ablehnten. So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannes 1,12
In Hebräer 2,9 lesen wir dazu: Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt,

Lieber Leser, die Ewigkeit wird nicht ausreichen, um dem Herrn Jesus für seine Erlösungstat auf Golgatha zu danken. Gott segne Dich!

Lothar Gies