Mittwoch, 31. Dezember 2014

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Matthäus 6,33

In einer repräsentativen Umfrage wurden Menschen gefragt, was ihnen am wichtigsten ist. An oberster Stelle stand die Gesundheit, gefolgt von Reichtum. Dann folgten die  Gesundheit der Familie, eine harmonische Ehe, Sicherheit, Wohlstand etc.
Die Prioritätenliste des natürlichen Menschen  umfasst alle die Dinge, die das Leben auf der Erde erträglich machen. Über den Tod hinaus kann der Ungläubige ja auch nicht denken. Das Erdendasein ist alles, was er hat.
Wie ganz anders ist da der Mensch, der seinen Lebensweg mit dem Herrn Jesus geht. Der Apostel Paulus hat seine Lebensgemeinschaft mit dem Herrn Jesus als eine völlige Verwandlung erkannt. Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Galater 2,20
Weil ER nun in mir, dem Kind Gottes, lebt, sind auch meine Prioritäten göttlicher Natur. Nicht mehr das Leben in Gesundheit und Wohlstand steht an erster Stelle. Den ersten Platz in meinem Leben hat Jesus Christus, der für mich gestorben und zu meiner Rechtfertigung auferstanden ist. (sh Römer 4,25)
So bin ich auch bestrebt, seinem Wort entsprechend zu leben. Jesus sagt: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.  Johannes 14,21
Wenn ich dem Wort Gottes gehorche, wird sich Jesus in meinem Leben offenbaren. Ich werde seine Herrlichkeit sehen, weil er mir in meinen Anfechtungen hilft. Ich erlebe den Herrn Jesus als den Lebendigen und Allmächtigen, dem kein Ding unmöglich ist. David hat es in einer schweren Lebenssituation erlebt und bringt seine Dankbarkeit wie folgt zum Ausdruck: Ich liebe den HERRN; denn er hörte meine Stimme, mein Flehen. Psalm 116,1
Um den Herrn Jesus richtig kennen und lieben zu lernen, muss ich seinem Wort gehorchen. Ich werde danach trachten, seinen Willen zu tun und seinen Namen durch meinen Lebenswandel zu verherrlichen. Dann wird er mir alles geben, was ich auf dieser Erde zum Leben benötige.

Gott segne Dich, lieber Leser!


Lothar Gies

Dienstag, 30. Dezember 2014

Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt! Denn der HERR ist deine Zuversicht und bewahrt deinen Fuß vor der Falle. Sprüche 3,25.26

Können wir uns ein Leben ohne Angst überhaupt vorstellen?
Ein Mann kam in meine Praxis und schilderte seine aktuelle Lebenssituation. Seit über dreißig Jahren war er in sicherer Position in einer sehr bekannten Firma angestellt. Die Wirtschaftskraft dieser Firma war über jeden Zweifel erhaben. Unlängst aber fusionierte die Firma mit einer anderen Firma und etwa eintausend Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. So auch er. Damit hatte er nie gerechnet und es traf ihn, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Fortan lebt der Mann in Angst.
Er hat Angst davor, seine neue  Arbeitsstelle auch zu verlieren. Er hat Angst davor, dass ihn seine Frau trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch irgendwann verlassen wird. Er hat Angst davor, zu verarmen, Haus und Hof zu verlieren und am Ende zu verelenden. Er hat Angst davor, schwer zu erkranken und vorzeitig zu sterben.
Solche Fälle gibt es zu tausenden in unserem Land. Nichts ist sicher. Auf nichts können wir bauen. Schon beginnen Menschen, ihr erspartes Geld in Häusern und Autos anzulegen. Man weiß eben nicht, ob es nicht plötzlich wertlos ist.
Die Welt wirkt auf den Einzelnen immer bedrohlicher. Überbevölkerung, Klimawandel, Umweltkatastrophen, wachsende Gewaltbereitschaft, permanente Kriegsgefahr, Terrorismus, Weltwirtschaftskrise  sind Begriffe, die sich dem einzelnen Menschen mitteilen und über die er sich seine eigenen Gedanken macht. Diese Gedanken werden oft  zu konkreten Ängsten, die den Menschen mehr und mehr beherrschen.  Der ungläubige Mensch hat mit diesen Ängsten dauernd zu tun. Solange man in scheinbarer Sicherheit lebt, kann man die Ängste verdrängen. Wenn das Unglück aber plötzlich über ihn hereinbricht, werden sie übermächtig und bestimmen sein Leben.
Auch als Kinder Gottes können wir von Ängsten gequält werden. Das hat der Herr Jesus schon den Jüngern gesagt und er sagt es auch zu uns heute: In der Welt habt ihr Angst; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.  Johannes 16,33
Welch eine wunderbare Zusage gibt uns hier der Herr Jesus. Wir sollen uns auf ihn konzentrieren und nicht auf die Umstände des Lebens. Sie können bedrohlich und schrecklich sein, aber Jesus ist größer und stärker als die Welt. Das Wort Gottes gibt uns zahlreiche Verheißungen, die uns die Angst nehmen sollen. So lesen wir im 91. Psalm: Wer unter dem Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich mein Vertrauen setze. Psalm 91,1.2
Als Kinder Gottes haben wir die Möglichkeit, uns ganz nah bei dem Herrn Jesus aufzuhalten. In seinem Schatten wird er uns zu einer festen Burg, in der wir geschützt sind vor den Angriffen des Feindes. In seiner Nähe verlieren wir die Gedanken der Angst.

Lieber Leser, der Herr Jesus ist größer, als Deine Probleme. Schau auf IHN, denn ER ist Deine Zuversicht. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Montag, 29. Dezember 2014

Weisheit erwerben – wie viel besser ist es als Gold! Und Verständnis erwerben ist vorzüglicher als Silber! Sprüche 16,16

Die Suche nach dem Sinn des Lebens mobilisiert den Menschen und lässt ihn auf eine lebenslange Jagd gehen. Es ist die Jagd nach dem Glück. Glück bedeutet im Allgemeinen Reichtum, Erfolg, Ansehen, Anerkennung. Um dies zu erreichen, muss man sich „strebend bemühen“. Man muss eifrig daran arbeiten, nach vorne zu kommen. Vorne wird man gesehen. Gesehen werden bedeutet, aus der Anonymität herauszukommen. Wenn man gesehen wird, kann man seine Rolle spielen. In den hinteren Reihen lebt man einfach vor sich hin  und niemanden interessiert es. Vorne dagegen spürt man regelrecht die Erwartung der Anderen und möchte sie erfüllen. Motivierend ist dabei die Anerkennung der Menschen. Viel Anerkennung  führt letztlich zum Erfolg. Darauf beruht dann der steigende Reichtum. Ist man vorne angekommen, muss man fortan kämpfen, um vorne zu bleiben. Dieser ewige Kampf ist häufig nicht erfolgreich und oft zerrinnt das Gewonnene.
In Gottes Wort wird diese Art zu leben als sinnlos und vergeblich bezeichnet. Salomo hat diese Erkenntnis gewonnen und zieht folgenden Schluss daraus:
Und ich sah all das Mühen und alle Tüchtigkeit bei der Arbeit, dass es Eifersucht des einen gegen den anderen ist. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Prediger 4,4
Wie aussichtslos all das Streben nach Glück und Reichtum ist, müssen immer mehr Menschen erkennen. Verzweifelt fragen sie nach dem Sinn des Ganzen.
Es bedarf der Weisheit, die Sinnlosigkeit allen Strebens zu erkennen und das Leben auf eine andere Basis zu stellen. Wo ist denn diese Weisheit? Das Wort Gottes sagt uns: Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; und Erkenntnis des allein Heiligen ist Einsicht.
Sprüche 9,10
Damit fängt die Neuorientierung des Lebens an. Erst die Gottesfurcht macht uns weise. Sie erwächst aus der Wiedergeburt des Menschen. Durch den Herrn Jesus, dem wir unser Leben geweiht haben, sind wir neu geboren. Wir lesen in 1.Petrus 1,3: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.
Das ist wertvoller als alle Schätze der Welt. Es ist etwas ganz anderes, als das Jagen nach dem Wind. Es ist eine Reichtumsvermehrung für die Ewigkeit. Jesus sagt: sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß zerstören und wo Diebe nicht durchgraben und stehlen. Matthäus 6,20


Lieber Leser, jage nicht nach den vergänglichen Dingen, die nur eine scheinbare Sicherheit geben. Gib dem Herrn Jesus die Ehre und vertraue auf IHN. Gott segne Dich.

Lothar Gies

Samstag, 27. Dezember 2014

„Ich legte mich nieder und schlief; ich erwachte, denn der HERR stützt mich.“

„In der Nacht kommen die Gedanken“, ist eine häufige Aussage von Menschen, die in meine Praxis kommen. Die Gedanken der Angst, der Sorge, der Sünde, der Traurigkeit beherrschen unser Leben.
Die Gedanken werden in der Bibel als die „feurigen Pfeile des Bösen“ bezeichnet. Wir lesen in Epheser 6,16:
Ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.
Wie ergreift man den Schild des Glaubens? In Lukas 5 lesen wir die Begebenheit, als Fischer mit ihrem Boot am  Ufer liegen und der Herr Jesus  auf sie zugeht. Weil sie gar keine Fische haben fangen können, fordert der HERR sie auf, die Netze noch einmal auszuwerfen. Simon sagt darauf hin zu dem HERRN:
Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich die Netze hinab lassen. Lukas 5,5
Es war sicher nicht vernünftig, am Tag die Netze auszuwerfen, denn die Fische befinden sich dann auf dem Grund des Sees. Von daher hätte Simon dem Herrn Jesus widersprechen müssen. Aber der Herr Jesus ist die einzige Wahrheit (Johannes 14,6) und alles ist ihm untertan. Er ist größer als die Gesetze der Natur. Simon weiß das und deshalb zögert er nicht, gegen alle Vernunft die Netze hinab zu lassen.  Weil der Herr Jesus es gesagt hat, deshalb tut er es.
Das Wort Gottes ist die Wahrheit. Weil das Wort Gottes mich auffordert, um nichts besorgt zu sein (Philipper 4,7) will ich mich auch nicht mit Sorgen quälen. Weil das Wort Gottes mich auffordert, keine Furcht zu haben, (Johannes 16,33) will ich mich nicht mehr fürchten. Ich will ihm vertrauen, weil sein Wort es sagt.
Das bedeutet, den Schild des Glaubens zu ergreifen. So löschen wir die feurigen Pfeile, die uns nachts den Schlaf rauben.
So legen wir uns nieder, um zu schlafen und wie David erwachen wir am Morgen mit der Gewissheit, dass der Herr Jesus auch heute bei uns ist.

Lothar Gies

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Rette die, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Schlachtung hinwanken, o halte sie zurück. Sprüche 24,11

Kinder Gottes sind auf der Welt, um den Menschen den Herrn Jesus zu zeigen und sie zur Bekehrung zu begleiten. Jesus sagt: Geht nun hin  und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!
Darum sind wir mit göttlicher Vollmacht ausgestattet worden durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Dazu sollen wir diese wunderbaren Gaben des Heiligen Geistes einsetzen, einzig, um den Namen unseres Heilandes und sein Rettungsangebot den Menschen  zu verkünden.
Wer sind die Menschen, denen wir Jesus verkündigen sollen? Es sind alle die Menschen, die noch ohne Jesus durchs Leben gehen. Es sind alle die Menschen, von denen die Bibel als von „geistlich Toten“ spricht. Sie sind tot in ihren Sünden und Übertretungen. Sie glauben, den Lebensweg ohne Jesus alleine gehen zu können und ihre Ziele aus eigener Kraft zu erreichen.
Tatsächlich aber ist ihr ganzes Leben ein einziger Irrtum und ihr Lebensweg führt sie unweigerlich ins Verderben. Das Wort Gottes sagt diesen armen Menschen: Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist.  Offenbarung 3,17
Wie bemitleidenswert ist ein Mensch, der so verwirrt ist, dass er seine tatsächliche Lebenssituation völlig falsch einschätzt. Der Mensch, der den Herrn Jesus noch nicht kennt, befindet sich sein Leben lang in dieser fatalen Situation. Er lebt in einer Traumwelt. Er glaubt, sich tanzend und springend durchs Leben zu bewegen. In Wirklichkeit bewegt er sich stetig auf den Abgrund zu. Dabei ist seine geistliche Gangart hilflos und erbärmlich.
Das Wort Gottes bezeichnet den Ungläubigen als einen Menschen, der „zum Tode geschleppt“ wird und der „zur
Schlachtung wankt.“
Gott will nicht, dass die Menschen ins Verderben gehen, sondern sein Wunsch ist, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
1. Timotheus 2,4
Darum werden wir aufgefordert, die Menschen auf ihren Irrtum hinzuweisen und sie vor dem Absturz zu bewahren.

Gott segne Dich, lieber Leser und erwecke in Dir ganz neu den Rettersinn Jesu!

Lothar Gies

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Als er aber die Volksmenge sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie so erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Matthäus 9,25

Jakobus tröstete seine Brüder, die in der Zerstreuung leben mussten und erinnert sie an die liebevolle Zuwendung des HERRN, indem er die Situation Hiobs und die Hilfe Gottes beschreibt. Vom Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist. Jakobus 5,11
Gott sieht unsere Unvollkommenheit und Hilflosigkeit, er kennt unsere Verzweiflung und er empfindet Mitgefühl. So lesen wir in Hebräer 4,15: Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.
Weil der Herr Jesus als Mensch auf dieser Erde war, kann er sich so gut in unsere Gemütsbewegungen hineinversetzen. Daher kann er auch unsere Versagenssituationen verstehen und ist immer zur Vergebung bereit. ER ist unser guter Hirte, der sich aufopferungsvoll um uns bemüht. Es tut ihm so leid, wenn er die Menschen sieht, wie sie die Rettung ablehnen und lieber untergehen in ihren Sünden.
Die Menschen ohne Jesus sind wie umherirrende Schafe ohne Hirten. So waren auch wir, die Kinder Gottes früher einmal.  Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg. Jesaja 53,6
Zu Zeiten der Propheten waren Schafe dringend angewiesen auf Bewachung und Schutz durch den Hirten. Verirrte Schafe kamen ums Leben durch wilde Tiere oder dadurch, dass sie sich in die Wüste verirrten und verdursteten. Dieses Bild wird aufgegriffen, wenn der Prophet Jesaja von dem Zustand des Menschen ohne Gott spricht.
Denken wir stets daran, dass der Herr Jesus als unser guter Hirte, voll Mitgefühl und Barmherzigkeit ist.

Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Dienstag, 23. Dezember 2014

Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; denn da ja durch einen Menschen der Tod in die Welt kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

Der letzte Sonntag vor dem ersten Advent ist der Ewigkeits- oder Totensonntag. Er ist in den evangelischen Kirchen der offizielle „Gedenktag für die Verstorbenen“. Für den ungläubigen Menschen ist dieser Gedenktag ein weiterer Beleg dafür, dass mit dem Tod das Leben unwiederbringlich zu Ende ist. Deshalb wird einmal im Jahr, eben an diesem kirchlichen Gedenktag, des für immer im Nebel der Erinnerung Verschwunden gedacht.
Wie trostlos ist doch das Dasein eines ungläubigen Menschen. Das Leben erstreckt sich für ihn ausschließlich auf dieses Erdendasein.
Darum ist der Tod für den Menschen von jeher etwas Schreckliches und endgültiges. Der Mensch ist ihm machtlos ausgeliefert und hat vor ihm lebenslange Angst.
Wie völlig anders ist da das Kind Gottes, der Mensch, der an Jesus Christus glaubt. Jesus wurde Mensch und ging für unsere Sünden in den Tod, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.  Hebräer 2,15

So wurde er derjenige, der unserer Übertretung wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist. Römer 4,25
Mit IHM haben wir als Gottes Kinder jetzt ewiges Leben. Die Macht des Todes ist erloschen durch das Erlösungswerk, das der Herr Jesus auf Golgatha für uns vollbracht hat. Er sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Johannes 11,25

Gott segne Dich, lieber Leser, und schenke Dir die Gewissheit des Ewigen Lebens in Christus.

Lothar Gies

Montag, 22. Dezember 2014

Sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Das Brot, das wir beim Abendmahl zu uns nehmen, symbolisiert den Leib des Herrn Jesus. Jesus sagt: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird, Lukas 22,19
Als Jesus diese Worte zu seinen Jünger sprach, wusste er schon, was es für ihn bedeutete, seinen Leib zu geben. Der Prophet Jesaja sah lange zuvor, was mit dem Leib des Herrn Jesus geschehen sollte. Wir lesen: Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet,  und wir haben ihn nicht geachtet. Jesaja 53,2.3
Jesus Christus gab seinen Leib zum Opfer für unsere Sünden. Das bedeutete, dass sein Leib zerstört wurde.
Es war eine furchtbare und totale Zerstörung unter unbeschreiblichen Schmerzen. Für uns hat er das alles erduldet. Jesaja sieht in der Vision den HERRN und erkennt: Unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünde willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Jesaja 53,4.5
Wenn wir das Brot zu uns nehmen, dann denken wir daran, dass Jesus unsere Schuld durch die Zerstörung seines Leibes beglichen hat.
Der Traubensaft, den wir im Abendmahl zu uns nehmen, symbolisiert das vergossene Blut des Herrn Jesus. Es floss aus zahllosen Wunden. Warum musste dieses Blut fließen? Jesus erklärte es selbst seinen Jüngern, während sie gemeinsam das Mahl zu sich nahmen. Er nahm den Kelch und sagte: Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird, zur Vergebung der Sünden. Matthäus 26,28
Dieses Blut des Herrn Jesus ist die einzig brauchbare reinigende Substanz, um die Sünden der Welt völlig und dauerhaft auszulöschen.
Immer, wenn wir das Abendmahl miteinander feiern, verkünden wir der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, was der Herr Jesus am Kreuz auf Golgatha auf sich nahm, um uns eine völlig Erlösung zu schaffen.

Auch heute segne Dich der Herr mit jeder geistlichen Segnung, lieber Leser.

Lothar Gies

Sonntag, 21. Dezember 2014

"Hast du mich lieb?"

Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?
Johannes 21,17

Als der Herr Jesus dem Simon Petrus diese Frage zum wiederholten Mal stellte, wurde Simon sehr traurig. Diese Frage war ja so berechtigt und sie traf so schmerzhaft sein Gewissen. Er hatte zuvor in aller Öffentlichkeit dreimal vehement bestritten, Jesus überhaupt zu kennen. Er hatte es aus Angst um sein Leben getan, obwohl er den Herrn Jesus doch so sehr liebte.
Wie oft kommen auch wir in Situationen, in denen wir Dinge tun, die den Herrn Jesus traurig machen. Und dabei lieben wir ihn doch. Es waren nur die unglücklichen Umstände, die uns veranlasst haben, zu sündigen.
Der Herr Jesus sagt uns, wie er selbst diese Sache beurteilt. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; Johannes 14,21
In der Tat ist es eine Grundvoraussetzung dafür, Jesus überhaupt wirklich lieben zu können, dass wir seine Gebote halten. Gott kommt uns dabei sehr weit entgegen. Sein Wort sagt uns: Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. 1. Johannes 5,3
Welche Gebote sollen wir halten? Da ist z.B. die Liebe, die wir untereinander haben sollen. Wir lesen: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt. Johannes 13,34
Es ist wirklich nicht schwer, dieses Gebot zu halten, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Römer 5,5
Diese in uns wohnende Liebe Gottes ist eine Frucht des Heiligen Geistes und wir werden sie leben können, wenn wir nahe bei dem Herrn Jesus bleiben. Er sagt: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Johannes 15,5
Das ist auch ein Gebot des Herrn Jesus. Er will, dass wir in ihm bleiben und uns eben nicht von ihm fortbewegen. Leider passiert es uns so oft, dass wir uns durch sündhaftes Verhalten von ihm entfernen. Manchmal ist die Entfernung sehr groß. Wir müssen oft über uns selbst staunen, wenn wir zurückblicken und sehen, wozu wir in der Lage sind.
Der Herr Jesus wusste, dass Simon Petrus ihn lieb hatte. Gleichwohl stellt er ihm diese Frage und er stellt sie auch mir und Dir. Er fragt uns: Hältst du meine Gebote und beweist Du mir damit deine Liebe?

Vielleicht fragt Dich der Herr Jesus heute: Hast Du mich lieb? Und wie dem Simon kommen Dir die Tränen, und Du schämst Dich wegen Deiner Sünde. Dann stütze Dich auf das Wort des HERRN, der Dir sagt: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1,9


Gott segne Dich, lieber Leser.

Lothar Gies

Samstag, 20. Dezember 2014

Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. Johannes 20,31

Wunderbare Dinge hat der Herr Jesus während seines Lebens auf der Erde getan. Er hat Blinde sehend und Gelähmte gehend gemacht. Er hat Tote zum Leben erweckt und auf diese Weise allen deutlich gemacht, dass er kein Mensch sondern der Sohn Gottes ist. Er sagt seinen Jüngern: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Matthäus 28,18
Weit mehr als das, was wir in seinem Wort lesen, hat er getan. Eine Auswahl der Wunder Gottes stellt uns der Geist Gottes aber vor, damit wir in unserem Glaubensleben gestärkt werden. Wir sehen, dass Jesus der lebendige Gott ist, dem keine Sache unmöglich ist.
Wie viel Ermutigung erfahren wir, wenn wir in den verschiedenen Ereignissen immer wieder die Allmacht Gottes in den Handlungen des Herrn Jesus sehen. Denken wir z.B. an die Situation der Jünger, die in einem kleinen Boot mitten auf dem See Genezareth in große Not geraten. (Matthäus 14,22-33) Wir sehen Jesus, der über Wellen und Sturm gebietet, weil er größer ist, als die Gesetze der Natur. 
Denken wir an die Speisung der unübersehbaren Menschenmenge mittels einer viel zu kleinen Nahrungsmenge. Wir sehen dabei Jesus, der das Wenige unter die Vielen verteilen lässt und alle werden reich gesättigt. (Matthäus 14,14-21) Daraus lernen wir, dass Jesus den Wahrheiten der Welt nicht unterworfen ist.
Das Wort Gottes stellt uns diese Begebenheiten zur Verfügung, damit wir uns daran aufrichten können. Das Wort  Gottes ist kein totes Buch, sondern lebendig und wirksam. Hebräer 4,12
Es ist gut, wenn wir dieses Wort regelmäßig lesen. Dazu werden wir auch dringend aufgefordert: Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen. Kolosser 3,16
So wird unser Glaube immer stärker ausgebildet, denn der Glaube kommt aus der Predigt und die Predigt aus dem Wort Gottes. Römer 10,17
Der Herr Jesus selbst ist das Wort Gottes. Wenn das Wort zu uns spricht, dann ist das immer eine Ansprache des Herrn Jesus an uns. Im Wort Gottes erkennen wir den Herrn Jesus und lernen immer mehr, ihm zu folgen.
Durch den Glauben an den Herrn Jesus sind wir lebendige Menschen, in denen die Herrlichkeit Gottes schon hier auf Erden sichtbar werden kann.
In dem Herrn Jesus sehen wir den, der für uns starb und auferstand. Wir sehen beim Studium des Wortes Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Hebräer 2,9

Lieber Leser, entdecke das Wort Gottes ganz neu für Dich, damit Du in ihm Jesus und seine Herrlichkeit siehst. Dazu segne Dich der HERR.

Lothar Gies

Freitag, 19. Dezember 2014

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.  Johannes 3,16

Gott ist kein Mensch und er kann deshalb auch nicht mit menschlichen Maßstäben gemessen werden. So ist auch die Liebe Gottes nicht mit der menschlichen Liebe zu vergleichen. Gott ist grenzenlos und das trifft auch auf die Liebe Gottes zu.
Diese grenzenlose Liebe zu uns Menschen lag der Entscheidung Gottes zugrunde, seinen einzigartigen und geliebten  Sohn zu opfern, damit wir ewiges Leben haben.
Diese Liebe ist nicht zu verstehen, denn wir Menschen – die Objekte seiner Liebe – waren nicht liebenswert. Der Mensch begann von Anfang an, zu sündigen und sich damit von seinem Schöpfer zu entfernen. Jesus, der Sohn Gottes wurde Mensch um den Fluch der Sünde von den Menschen wegzunehmen. Er gab sich für unsere Sünden dahin. Er war in der Welt und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. Er kam in das Seine und die Seinen nahmen ihn nicht an. Johannes 1,10.11
Das ist die Situation des Menschen. Er hört die Einladung Gottes und übersieht die ausgestreckte Hand des HERRN. Er will von Jesus und seinem Erlösungswerk auf Golgatha nichts wissen. Dennoch bleibt die Liebe Gottes bestehen und wird den Menschen begleiten.
So wie die Liebe Gottes unergründlich ist, ist auch die Vergebung Gottes nicht zu begreifen. Es reicht ihm nicht aus, dem Menschen, der den Herrn Jesus in sein Leben aufnimmt, nur zu vergeben. Er geht weit darüber hinaus. Wir lesen: So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannes 1, 12
Die Liebe Gottes vergibt dem Sünder nicht nur, sie adoptiert ihn auch. Kind Gottes zu sein, ist das größte Geschenk, dass uns gemacht werden konnte. Es bedeutet, dass wir fortan ein Leben in Christus führen können. Das heißt, dass wir wirklich lebendig geworden sind. So lesen wir in Epheser 2,4.5: Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr errettet!
Wie unbeschreiblich groß ist die Liebe Gottes zu uns Menschen. Wir lesen im 1. Johannesbrief: Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 1.Johannes 3,1
Die Liebe Gottes steht uns auch heute zur Verfügung. Sie begleitet die Kinder Gottes durch das ganze Erdenleben und dem noch ungläubigen Menschen jeden Tag die Chance zur Errettung.

Gott segne Dich, lieber Leser und zeige Dir täglich seine Liebe.

Lothar Gies

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Das wahre Licht

Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Johannes 1,9

Ein Liederdichter hat es einmal so ausgedrückt: „Es gibt ein Licht, das die Sonne überstrahlt.“
Das wahrhaftige Licht kam in die Welt als das erste, das Gott  im großen Bild der Schöpfung herbeirief. Und Gott sprach: Es werde Licht!  Und es wurde Licht.
1. Mose 1,2
Dieses vollkommene Licht war die zentrale Größe im Heilsplan Gottes. Schon vor der Erschaffung des Menschen stand dieser Heilsplan fest. Das wahrhaftige Licht war der Gegenpart der herrschenden Finsternis. Es war das Licht, das später die Menschheit aus den Fängen des Teufels befreien sollte. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. 1. Mose 1,4
Seit diesem Augenblick gibt es die klare Trennung von Hell und Dunkel, von Schwarz und Weiß, von Gut und Böse, von Tod und Leben.
Jesus ist das wahrhaftige Licht. Er kam als der Retter und der Freund der Menschen. Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete er uns. Titus 3,4
Auf diese Art und Weise hat sich der heilige Gott zu den Menschen herabgebeugt. So zeigt er den Menschen seine Liebe. Nicht nur die gläubigen Menschen, sondern auch die noch unbekehrten Menschen haben Anteil an dieser göttlichen Liebe. Sie zeigt sich in dem Herrn Jesus. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Johannes 1,4
Es gibt Leben auf der Erde, weil es Jesus gibt. Er sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er fügt diesen Worten hinzu:  Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannes 14,6
Die Menschen leben, weil Jesus lebt. Auch wenn sie nicht an ihn glauben, steht diese Tatsache fest. Leben auf dieser Erde gibt es nur durch Jesus, der selbst das Leben ist. So steht allen Menschen das Licht Gottes zur Verfügung und jeder Mensch hat die Wahl, sich von diesem Licht erleuchten zu lassen.

Wenn Du noch im Dunkeln sitzt, lieber Leser, suche Jesus und sein Licht. Er sagt in seinem Wort: Sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden. Jeremia 29,13
Es ist so leicht, Jesus zu finden, als würde man eine Lampe anzünden.

Gott segne Dich und schenke Dir sein Licht.

Lothar Gies

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Vor dem Passahfest aber, als Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zu dem Vater hinzugehen – da er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende. Johannes 13,1

Die Liebe, die den Herrn Jesus dazu veranlasste, für unsere Sünden zu sterben, werden wir nie völlig erfassen können. Das, was Jesus für uns am Kreuz vollbrachte, war so gewaltig und unzumutbar, dass es dieser unauslotbaren Liebe bedurfte.
Denken wir daran, dass der Herr Jesus als Mensch auf dieser Erde war. Er war Gott, aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Philipper 2,7.8
Der Tod am Kreuz war ganz anders, als ein natürlicher Tod. Er war das demütigendste und qualvollste, was einem Menschen zugemutet werden konnte. Jesus empfand diese Schmerzen wie jeder Mensch sie empfunden hätte. Wir lesen: Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Jesaja 53,4
Die Todesstrafe der Kreuzigung war so angelegt, dass der Todeskandidat nicht sofort starb, sondern lange Zeit starke Schmerzen ertragen musste. Jesus Christus war der Sohn Gottes und er hätte diese Marterung jederzeit beenden können.
Was hat ihn veranlasst, sich der Tortur bis zum Ende auszusetzen? Es war die unaussprechlich große Liebe zu uns Menschen. Diese Liebe hatte zum Ziel, uns aus der Sündennacht heraus zu retten und uns zu Kindern Gottes zu machen. So lesen wir im 1. Johannesbrief:
Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! 1. Johannes 3,2
Bedenken wir aber auch, dass wir ihn ablehnten, als er sich für uns zum Opfer machte.
Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer 5,8
Diese große Liebe des Herrn wollen wir nie vergessen.  Wir wollen daran denken, wie viel es den Herrn Jesus gekostet hat, uns zu Gotteskindern zu machen.

Gott segne Dich, lieber Leser und zeige Dir seine Liebe ganz neu.

Lothar Gies

Montag, 15. Dezember 2014

Vom Umgang mit den Gedanken


Als viele unruhige Gedanken in mir waren, beglückten deine Tröstungen meine Seele. Psalm 94,19

Der Mensch ist, was er denkt. Die Gedanken aber können wir kaum beeinflussen. Sie beherrschen uns. Sie kommen plötzlich und nisten sich bei uns ein. Wir versuchen, den unangenehmen Gedanken auszublenden, indem wir uns ablenken lassen. Der Fernseher, die Arbeit, das intensive Nachdenken über irgendein anderes Thema sind geeignet, den Gedanken kurzfristig zu verdecken. Dann aber ist er wieder da.
Oft höre ich in der Seelsorge den Ausspruch: „Tagsüber geht´s ja noch, aber in der Nacht kommen die Gedanken.“
Die Gedanken werden im Wort Gottes als die „feurigen Pfeile des Bösen“ bezeichnet. Wir finden dort auch das Rezept, wie wir diese brennenden Pfeile löschen können. Wir lesen im Brief an die Epheser: Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. Epheser 6,16.
Wie wird dieser Glaubensschild ergriffen? Es ist die innere Festlegung auf das kostbare Wort Gottes. Auf dein Wort hin, Herr Jesus, will ich mir keine Sorgen machen, denn dein Wort ist die Wahrheit. In Gottes Wort finden wir den Trost und die Auferbauung,  die wir in unserer Situation so nötig brauchen. Der Prophet Jeremia hatte zu den Worten Gottes eine besondere Beziehung: Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens. Jeremia 15,16
Diese Worte Gottes nehmen auf unsere unruhigen Gedanken großen Einfluss, ja, sie sind geeignet, unsere Gedanken zu reinigen und damit zu verändern. Dies finden wir in Epheser 5 so bildhaft dargestellt. Wir lesen dort, dass der Herr Jesus uns heiligt, uns reinigend durch das Wasserbad im Wort. Epheser 5,26
Was soll das Wort Gottes reinigen? Geist uns Seele sind schon rein durch das  Blut des Herrn Jesus. Jeden Tag aber müssen unsere Gedanken gereinigt werden.
Erinnern wir uns daran, dass der Mensch ist, was er denkt. Wenn nun die Worte Gottes unsere Gedanken reinigen und damit verändern, werden auch wir selbst uns verändern. So will es der Herr auch bei uns sehen. Wir lesen im Römerbrief: Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes. Römer 12,2
Es geht also nur mit dem Wort Gottes, wenn wir unsere Gedanken beherrschen wollen, anstatt uns von ihnen beherrschen zu lassen.

Gott segne Dich, lieber Leser; und sein Friede bewahre dein Herz und deine Gedanken in Jesus Christus.
(Philipper 4,7)

Lothar Gies

Sonntag, 14. Dezember 2014

Was du tun kannst, wenn du keinen Ausweg siehst

Und Daniel wurde aus der Grube hausgeholt, und keine Verletzung wurde an ihm gefunden, weil er auf seinen Gott vertraut hatte. Daniel 6,24

Daniel war ein gläubiger Mann Gottes, dem der HERR schon auf so vielfache und wunderbare Weise begegnet war. Gleichwohl erlebte er neben vielen Wegen auf „sonnigen Höhen“ auch immer wieder Wege durch das Tal der Todesschatten.
Am Hof des Mederkönigs Darius, an dem er eine herausgehobene Stellung innehatte, wurde er vom Neid und der üblen Nachrede seiner Mitmenschen verfolgt. Schließlich ließ ihn der König in die Löwengrube werfen. Nach menschlichem Ermessen war hier die absolute Endstation seines Lebens, denn aus der Löwengrube gab es keinen Ausweg.
Solch scheinbar völlig ausweglose Situationen gibt es im Leben der Kinder Gottes. Der Prophet Jesaja beschreibt diese Situation und den einzigen Ausweg:
Wer in Finsternis lebt und wem kein Lichtglanz scheint, vertraue auf den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott! Jesaja 50,10
Manchmal sehen wir keinen Ausweg aus unserer Schwierigkeit und kein Licht am Horizont. Dann wollen wir verzweifeln und glauben, dass Gott uns nicht mehr liebt. In solchen Situationen sind wir geneigt, alle Hoffnung fahren zu lassen.
Auf dem „Boden der Realität“ ist halt kein Platz für Illusionen. Dort sehen wir die Dinge, wie sie sind. Wir sehen die unbezahlten Rechnungen und unsere bescheidenen finanziellen Möglichkeiten. Wir sehen die kommende Entlassungswelle an unserem Arbeitsplatz und die Tatsache, dass wir selbst zu wenige Dienstjahre haben, um weiterbeschäftigt zu werden. Wir sehen die  Diagnose des Arztes und wissen, dass es keine Heilung für unsere Krankheit geben kann.
Da ist kein Licht mehr am Ende eines Tunnels. Da scheint alles verloren.
Daniel fiel in die Löwengrube und konnte mit seinem Leben abschließen. Aber was entdeckte man am nächsten Morgen? Daniel hatte die Nacht friedlich schlafend gemeinsam mit den Löwen verbracht. Der Allmächtige Gott hatte ihn vor den Raubtieren bewahrt. Für den Allmächtigen ist das kein Problem.
Über unserem Leben gilt ausnahmslos der Wille Gottes. Es kann uns nur geschehen, was er zulässt. Dabei dürfen wir darauf vertrauen, dass er nur das zulässt, was gut für uns ist. Die Bibel sagt uns: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, Römer 8,28
Kinder Gottes wissen, dass Gott alles vermag und dass es keine unlösbaren Probleme für ihn gibt.  Auf diesen wunderbaren Gott vertraute Daniel und blieb unverletzt. So sollen auch wir uns auf den Herrn stützen und niemals verzweifeln. Gott ist größer als alle Schwierigkeiten unseres Lebens.
Das möchte uns der Geist Gottes auch heute wieder ans Herz legen, damit wir dem Herrn vertrauen und selbst in der Löwengrube die Herrlichkeit Gottes sehen.

Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Samstag, 13. Dezember 2014

„Glücklich der, dem Übertretung vergeben, dem Sünde zugedeckt ist!“ Psalm 32,1

Die Menschheit bildet auf dieser Erde zwei Gruppen. Es sind auf der einen Seite die Menschen, die in ihren Sünden vergehen und ohne Gott durch das Leben irren. Die Last ihrer Schuld und die daraus resultierende Gottlosigkeit lassen sie in einer geistlichen Finsternis dahinvegetieren. Schrecklich ist das Los dieser Menschen. Das Wort Gottes beschreibt diese hoffnungslose Lebenssituation wie folgt:
Unsere Vergehen  und unsere Sünden sind auf uns, und in ihnen schwinden wir dahin. Wie könnten wir leben? Hesekiel 33,10
Tatsächlich bedeutet das Leben ohne Jesus und damit in der Sünde, geistlichen Tod.
Auf der anderen Seite sind die Menschen, die die Last ihrer Sünde losgeworden sind, weil sie Jesus Christus als ihren Heiland und Erlöser angenommen und damit eine völlige Sündenvergebung erfahren haben. Glückselig sind diese Menschen, denn die Sünden ihres Lebens sind durch das Blut des Herrn Jesus zugedeckt.
Wenn Gott zudeckt, kann niemand mehr aufdecken. Darin unterscheidet sich der Allmächtige von uns Menschen. Wir selbst  sind nicht geneigt, unserem Mitmenschen so zu vergeben, dass es für alle Zeiten zugedeckt bleibt. Wie schnell sind wir stattdessen bereit, eine alte Sache wieder aufzudecken.
Gott sagt in seinem Wort, wie er mit unseren Sünden umgeht, wenn wir seine Erlösung annehmen:
Denn ich werde ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken. Hebräer 8,12
Hier sehen wir, dass bei Gott Vergebung immer auch Vergessen bedeutet. Wie vollkommen und unwiderruflich die Vergebung Gottes ist, wird uns im Psalm 103 klargemacht:
So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen. Psalm 103,12
Norden und Süden sind ca. 20.000 km voneinander entfernt. Die Entfernung von Osten und Westen aber ist unendlich. So weit hat der gnädige Gott unsere Sünden von uns entfernt.
So sind wir jetzt Kinder Gottes und als solche leben wir als Himmelslichter in der Welt. Philipper 2,15
Als solche bevorzugten Menschen wollen wir die Tatsache der Vergebung, die wir empfangen haben, nicht vergessen. Wir wollen dem Herrn Jesus nacheifern, der für uns starb und zu unserer Rechtfertigung auferstand, als wir noch Sünder waren.  Römer 5,8
So wollen wir auch unseren Mitmenschen stets vergeben, wie Gott uns vergeben hat.

Gott segne Dich, lieber Leser.

Lothar Gies