Sonntag, 9. Juli 2017

Ein Engel des HERRN aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh gegen Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt; der ist öde. Apostelgeschichte 8,26

In Samaria wurde damals das Wort Gottes den Menschen verkündet und die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. V.6

Wir sehen hier eine Erweckung in Samaria und den evangelistischen Einsatz eines Gottesmannes. Philippus arbeitete im großen Segen, denn die Menschen hörten ihm einmütig zu. Im Übrigen tat er Zeichen der Größe Gottes. Philippus war sicher der letzte Mitarbeiter, auf den man in dieser Situation verzichten konnte. Dennoch unterbricht der Engel des HERRN seinen Knecht und erteilt ihm einen interessanten und zugleich befremdlichen Auftrag. Steh auf und geh gegen Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt; der ist öde.

Interessant ist hier besonders der Hinweis auf die Einsamkeit des Weges, auf den Philippus sich begeben sollte. Der ist öde.

Menschen wären nie auf den Gedanken gekommen, Philippus aus seiner gesegneten Arbeit herauszureißen. Gott aber sieht in das Verborgene. Er weiß, was in der Finsternis ist und bei ihm wohnt das Licht. Daniel 2,22

So weiß der Allwissende natürlich auch, wer auf diesem einsamen Weg unterwegs ist, und wie sehr derjenige den Mann Gottes benötigen wird. Wie gut, dass Philippus sich nicht unersetzlich fand  und den Auftrag Gottes für ein Missverständnis hielt. Nein, er gehorchte dem Auftrag des HERRN und ging auf diesen einsamen Weg. Dort begegnete ihm alsbald der Kämmerer aus Äthiopien, und ließ sich von Philippus den Heilsplan Gottes erklären.

Wie können die Entscheidungen Gottes oft nicht verstehen, denn ER sagt: So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Jesaja 55,9

So, wie Philippus wollen auch wir Gottes Wegen folgen, darauf vertrauend, dass ER keine Fehler macht.


Lieber Leser, wir verstehen Gottes Wege nicht immer, aber wir vertrauen seiner Führung. Gott segne Dich!


Lothar Gies

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