Montag, 16. Oktober 2017

Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen. Hebräer 2,11

Außerhalb des Zeltes der Begegnung wurde das Opfertier geschlachtet und auf dem Brandopferaltar verbrannt. Es war ein Vorbild des ein für allemal geschehenen Opfers Jesu Christi auf Golgatha. Wie das Opfertier des Alten Bundes ist auch unser Herr Jesus draußen vor der Stadt gekreuzigt worden.
Wir alle wären für ewig verloren gegangen, aber darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Hebräer 13,12.
Nie werden wir die Liebe Gottes begreifen können, die ihn dazu veranlasste, solch ein großes Opfer für uns zu bringen, die wir seine Feinde waren. So sagt uns sein Wort: Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer 5,8
Jesus Christus ist aber nicht allein deshalb für uns ans Kreuz gegangen, um uns vor der Verdammnis zu retten. Er opferte sich für uns auch deshalb, um uns zu seinen Kindern zu machen. Das ist eine zentrale Wahrheit des göttlichen Heilsplanes: so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Johannes 1,12
Kind Gottes zu sein, ist das größte Geschenk, das uns der Herr Jesus machen konnte. Dieses Geschenk hat Ewigkeitswert. Das Wort Gottes sagt uns: Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1. Johannes 3,2
Diese Wahrheit entzieht sich unserer Vorstellungskraft. Wir werden IHM gleich sein. Wenn wir es jetzt auch noch  nicht verstehen können, erfüllt uns diese Wahrheit dennoch mit großer Freude. Diese Freude brachte der Liederdichter Francis Bottome (1823-1894) so zum Ausdruck:

Welch Glück ist’s, erlöst zu sein,
Herr, durch dein Blut!
Ich tauche mich tief hinein
in diese Flut.
Von Sünd und Unreinigkeit
bin ich hier frei
und jauchze voll selger Freud:
„Jesus ist treu!“

Es ist wahrhaftig ein unbeschreibliches Glück, Kind Gottes zu sein. Als Kinder Gottes sind wir mit Jesus eng verwandt. Wir sind nicht nur Kinder Gottes, sondern auch Brüder und Schwestern Jesu. ER hat uns durch sein Opfer auf Golgatha geheiligt und er schämt sich nicht, uns seine Brüder zu nennen.
Preis und Anbetung sei IHM ewig dargebracht.

Lieber Leser, freue Dich an Deiner Gotteskindschaft und gib dem Herrn Jesus die Ehre. Gott segne Dich dafür!

Lothar Gies

Sonntag, 15. Oktober 2017

Der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen noch sehen kann. 1. Timotheus 6,16

Hier wird der Unterschied zwischen Gott und Mensch besonders deutlich. Gott, der Allmächtige und Allwissende, ist von den Menschen aufgrund seiner Heiligkeit unüberbrückbar weit entfernt.
Der natürliche Mensch, der im Unglauben lebt, hat keine Vorstellung, wer Gott wirklich ist. In seinen Gedanken reduziert er Gott auf das Bild eines senilen und apathisch vor sich hindämmernden Menschen. Weil dieser aber gegen Umweltkatastrophen, Krieg und Mord offensichtlich nichts unternimmt, führt man lästerliche Reden über ihn.
Das Wort Gottes warnt den Menschen davor, Gott zu verlästern: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Galater 6,7
Gedankenlos nehmen die Menschen das Wort „Gott“ in den Mund, ohne zu wissen, mit wem sie es zu tun haben. Der Prophet Jesaja sah die Herrlichkeit Gottes in einer Vision, und als Mann Gottes war ihm die Bedeutung dieses Augenblicks völlig bewusst: Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den HERRN, gesehen. Jesaja 6,5
Der Mensch, der noch keine Sündenvergebung hat, und mit seinen Sünden beladen ist, ist mit der Herrlichkeit Gottes unvereinbar. Er wird niemals einen Zugang zu Gott bekommen, denn dieser bewohnt ein unzugängliches Licht.  Nichts kann diese Schlucht überwinden. Die Menschheit ist verloren.
Aber es gibt eine Lösung. Es gibt einen Weg für den Menschen, auf dem er die Herrlichkeit Gottes erreichen kann. In Johannes 1,18 lesen wir: Niemand hat Gott jemals gesehen, der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.
Der Sohn Gottes ist  Jesus Christus. Er ist die personifizierte Liebe Gottes. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16
In Jesus Christus wandte sich der heilige Gott voller Liebe den Menschen zu und brachte das größte Opfer, um den verlorenen Sündern den Zugang zum Heiligtum zu eröffnen. Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannes 14,6
Für jeden Menschen, der versucht, einen anderen Weg zu gehen, bleibt der heilige Gott unerreichbar fern, eingehüllt in ein unzugängliches Licht.
Nur derjenige, der sein Leben unter die Leitung des Herrn Jesus stellt, und die vergebende Gnade Gottes annimmt, bekommt das Recht, fortan ein Kind Gottes zu sein. Johannes 1,12

Lieber Leser, wenn Du noch versuchst, Gott auf allen möglichen Wegen nahe zu kommen, halte ein! Versuche stattdessen, Jesus Christus zu finden. Jesus sagt: Die mich suchen, finden mich. Sprüche 8,17

Gott segne Dich!

Samstag, 14. Oktober 2017

Denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht noch der Finsternis. 1. Thessalonicher 5,5

Bevor die Renovierung des alten Hauses beginnen konnte, musste es ausgeräumt werden. Ein Küchenschrank wurde von seiner Stelle gerückt. Tausend Küchenschaben versuchten eiligst, sich vor der plötzlichen Helligkeit in Sicherheit zu bringen. Sie sind halt Tiere der Finsternis. Licht können sie nicht vertragen.
So ist die Küchenschabe ein Bild des ungläubigen Menschen. Sein Refugium ist die geistliche Finsternis. Die ganze Welt ist geistlich gesehen ein stockfinsterer Ort. Jesaja erhält von Gott das prophetische Wort: Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften, aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Jesaja 60,2
 Dieses Wort des Propheten umfasst zwei grundlegende Wahrheiten. Zum einen ist die Erde von Finsternis umhüllt. Das Dunkel der Gottlosigkeit  lastet auf ihr. Zum anderen strahlt in dieser Dunkelheit das wunderbare Licht Gottes. Der Herr Jesus brachte dieses Licht in die Welt durch sein Opfer auf Golgatha. Dort zahlte er die Sünden der Welt mit seinem Blut. Er starb für uns und besiegte den Tod durch seine Auferstehung.
Durch sein ein für allemal geschehenes Opfer auf Golgatha hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. Hebräer 10,14
Das bedeutet, dass wir fortan Lichter in der Finsternis sind, denn unsere sündhafte Natur ist gestorben und Christus lebt in uns. Galater 2,20
Nun sind wir also Kinder des Lichtes, denn der Herr Jesus selbst ist das Licht.
Wenn wir in einem dunklen Raum eine Lampe anzünden, wird die Finsternis sofort und restlos den Raum verlassen. Licht und Finsternis können niemals gleichzeitig in einem Raum sein.
Wenn wir also als Kinder Gottes den Namen Jesus vor den Menschen bekennen, werden die Geister der Finsternis wie die Küchenschaben in Deckung gehen. Darum sollen wir solange wir leben, das Evangelium des Herrn Jesus verkünden und wir werden dabei erleben, dass die Herrlichkeit Gottes über uns aufgeht und Menschen, die bisher in der Finsternis lebten,  Jesus Christus als Herrn und Heiland annehmen und selbst Kinder des Lichts werden.

Lieber Leser, sei ein funktionstüchtiges Licht des Herrn Jesus. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Freitag, 13. Oktober 2017

Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Kolosser 3,3

Auf der äußeren Kante des Hochhauses stand der Mann, entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen.  Man redete auf ihn ein und schließlich trat er von der Dachkante zurück. Später berichtete er von seinen Gefühlen, als er dort oben stand und der Wind an ihm zerrte. So ausgeliefert und angreifbar habe er sich die letzten Jahre ständig gefühlt.
Tatsächlich machen uns die Umstände des Lebens oftmals unsere Hilflosigkeit bewusst. Was kann der einzelne Mensch schon ausrichten gegen die gesellschaftlichen Krisen und die Umweltkatastrophen?
Schon der Psalmist beschreibt die Lebenssituation des natürlichen Menschen und die Anfechtungen, denen er ausgesetzt ist. Im 91. Psalm nennt  er die Herausforderungen des Lebens. Wir lesen vom Schrecken, der Nacht, vom Pfeil, der am Tag fliegt, von der Pest, die im Finsteren umgeht, von der Seuche, die am Mittag verwüstet. Psalm 91,5.6
So umschrieb der Psalmist die Herausforderungen des Lebens vor ca. 4.000 Jahren. Heute ist der Schrecken der Nacht die Angst vor dem Morgen. Sorgen bringen den Menschen leicht um den Schlaf. Schmerzhaft werden wir vom Pfeil der bösen Überraschung getroffen. Wie hilflos sind wir den bösen Gerüchten, die sich im Finsteren entwickeln, ausgeliefert.
Als der Herr Jesus auf die Erde kam, um für uns Sünder zu sterben und mit seinem Blut unsere Schuld auszulöschen, da hat er uns nicht nur vor der Verdammnis gerettet, sondern er hat uns zu seinen Kindern gemacht. Wir lesen in Johannes 1,12: so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
Nun bin ich also ein Kind Gottes geworden und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Galater 2,20
Christus in mir und ich in IHM, so führe ich ein Leben in Gott. Das kann nur erfassen, wer den Herrn Jesus kennt. Der Liederdichter Paul Gerhard hat es in einem seiner Lieder so zum Ausdruck gebracht:

Herr mein Gott, Grund ewger Freuden,
Ich bin Dein, Du bist mein, niemand kann uns scheiden.
Ich bin Dein, weil Du Dein Leben
und Dein Blut, mir zugut hast dahingegeben. 

Gott segne Dich auch heute, lieber Leser. Er offenbare Dir heute seine Herrlichkeit!

Lothar Gies

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Sinnet auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist. Kolosser 3,2

Wir leben zwar auf dieser Welt, aber wir sind nicht von dieser Welt. Das Wort Gottes erinnert uns auch ausdrücklich daran: Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus als Retter erwarten. Philipper 3,20
Sobald der Mensch an den Herrn Jesus glaubt und das Erlösungswerk auf  Golgatha für sich in Anspruch nimmt, wird der Geist Gottes den Glauben des Menschen versiegeln und der Mensch wird lebendig. Tatsächlich ist er nämlich bis zu seiner Bekehrung geistlich tot. So waren auch wir einmal, und Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht. Epheser 2,4
Nur der geistlich lebendige Mensch kann die Realitäten klar erkennen. So sieht der an Christus gläubige Mensch, dass die Welt und alles, was auf ihr ist, keinen dauerhaften Bestand hat. Der gläubige Mensch macht seine Hoffnungen niemals an den vergänglichen Dingen der Welt fest, sondern setzt sein Vertrauen auf den Herrn Jesus. Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist. Jeremia 17,7
Der HERR, dem wir vertrauen, hat uns eine Wohnung im Himmel bereitet und die Herrlichkeit Gottes ist unsere Heimat. Jesus sagt: Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich es euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Johannes 14,2
Unser Erdenleben ist nur ein winziger Ausschnitt der Ewigkeit, in der wir mit dem Herrn Jesus ewig leben werden. Dahin sollen unsere Gedanken gehen und danach sollen wir uns ausstrecken.  Das Wort Gottes fordert uns auf, geistliche Prioritäten zu setzen: sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen. Matthäus 6,20
Schon hier auf der Erde sind wir Himmelsbürger und dorthin werden wir einmal zurückkehren. Schon die Menschen des Alten Bundes, die mit Gott lebten, hatten diesen Glauben und lebten danach. Von ihnen sagt das Wort Gottes: Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht erlangt, sondern sie sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten, dass sie ohne Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seien. Hebräer 11,13


Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Matthäus 6,33

In einer repräsentativen Umfrage wurden Menschen gefragt, was ihnen am wichtigsten ist. An oberster Stelle stand die Gesundheit, gefolgt von Reichtum. Dann folgten die  Gesundheit der Familie, eine harmonische Ehe, Sicherheit, Wohlstand etc.
Die Prioritätenliste des natürlichen Menschen  umfasst alle die Dinge, die das Leben auf der Erde erträglich machen. Über den Tod hinaus kann der Ungläubige ja auch nicht denken. Das Erdendasein ist alles, was er hat.
Wie ganz anders ist da der Mensch, der seinen Lebensweg mit dem Herrn Jesus geht. Der Apostel Paulus hat seine Lebensgemeinschaft mit dem Herrn Jesus als eine völlige Verwandlung erkannt. Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Galater 2,20
Weil ER nun in mir, dem Kind Gottes, lebt, sind auch meine Prioritäten göttlicher Natur. Nicht mehr das Leben in Gesundheit und Wohlstand steht an erster Stelle. Den ersten Platz in meinem Leben hat Jesus Christus, der für mich gestorben und zu meiner Rechtfertigung auferstanden ist. (sh Römer 4,25)
So bin ich auch bestrebt, seinem Wort entsprechend zu leben. Jesus sagt: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.  Johannes 14,21
Wenn ich dem Wort Gottes gehorche, wird sich Jesus in meinem Leben offenbaren. Ich werde seine Herrlichkeit sehen, weil er mir in meinen Anfechtungen hilft. Ich erlebe den Herrn Jesus als den Lebendigen und Allmächtigen, dem kein Ding unmöglich ist. David hat es in einer schweren Lebenssituation erlebt und bringt seine Dankbarkeit wie folgt zum Ausdruck: Ich liebe den HERRN; denn er hörte meine Stimme, mein Flehen. Psalm 116,1
Um den Herrn Jesus richtig kennen und lieben zu lernen, muss ich seinem Wort gehorchen. Ich werde danach trachten, seinen Willen zu tun und seinen Namen durch meinen Lebenswandel zu verherrlichen. Dann wird er mir alles geben, was ich auf dieser Erde zum Leben benötige.

Gott segne Dich, lieber Leser!


Lothar Gies

Dienstag, 10. Oktober 2017

Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt! Denn der HERR ist deine Zuversicht und bewahrt deinen Fuß vor der Falle. Sprüche 3,25.26

Können wir uns ein Leben ohne Angst überhaupt vorstellen?
Ein Mann kam in meine Praxis und schilderte seine aktuelle Lebenssituation. Seit über dreißig Jahren war er in sicherer Position in einer sehr bekannten Firma angestellt. Die Wirtschaftskraft dieser Firma war über jeden Zweifel erhaben. Unlängst aber fusionierte die Firma mit einer anderen Firma und etwa eintausend Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. So auch er. Damit hatte er nie gerechnet und es traf ihn, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Fortan lebt der Mann in Angst.
Er hat Angst davor, seine neue  Arbeitsstelle auch zu verlieren. Er hat Angst davor, dass ihn seine Frau trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch irgendwann verlassen wird. Er hat Angst davor, zu verarmen, Haus und Hof zu verlieren und am Ende zu verelenden. Er hat Angst davor, schwer zu erkranken und vorzeitig zu sterben.
Solche Fälle gibt es zu tausenden in unserem Land. Nichts ist sicher. Auf nichts können wir bauen. Schon beginnen Menschen, ihr erspartes Geld in Häusern und Autos anzulegen. Man weiß eben nicht, ob es nicht plötzlich wertlos ist.
Die Welt wirkt auf den Einzelnen immer bedrohlicher. Überbevölkerung, Klimawandel, Umweltkatastrophen, wachsende Gewaltbereitschaft, permanente Kriegsgefahr, Terrorismus, Weltwirtschaftskrise  sind Begriffe, die sich dem einzelnen Menschen mitteilen und über die er sich seine eigenen Gedanken macht. Diese Gedanken werden oft  zu konkreten Ängsten, die den Menschen mehr und mehr beherrschen.  Der ungläubige Mensch hat mit diesen Ängsten dauernd zu tun. Solange man in scheinbarer Sicherheit lebt, kann man die Ängste verdrängen. Wenn das Unglück aber plötzlich über ihn hereinbricht, werden sie übermächtig und bestimmen sein Leben.
Auch als Kinder Gottes können wir von Ängsten gequält werden. Das hat der Herr Jesus schon den Jüngern gesagt und er sagt es auch zu uns heute: In der Welt habt ihr Angst; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.  Johannes 16,33
Welch eine wunderbare Zusage gibt uns hier der Herr Jesus. Wir sollen uns auf ihn konzentrieren und nicht auf die Umstände des Lebens. Sie können bedrohlich und schrecklich sein, aber Jesus ist größer und stärker als die Welt. Das Wort Gottes gibt uns zahlreiche Verheißungen, die uns die Angst nehmen sollen. So lesen wir im 91. Psalm: Wer unter dem Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich mein Vertrauen setze. Psalm 91,1.2
Als Kinder Gottes haben wir die Möglichkeit, uns ganz nah bei dem Herrn Jesus aufzuhalten. In seinem Schatten wird er uns zu einer festen Burg, in der wir geschützt sind vor den Angriffen des Feindes. In seiner Nähe verlieren wir die Gedanken der Angst.

Lieber Leser, der Herr Jesus ist größer, als Deine Probleme. Schau auf IHN, denn ER ist Deine Zuversicht. Gott segne Dich!

Lothar Gies