Montag, 25. September 2017

Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen. Psalm 103,1

Welch ein inbrünstiger Entschluss des Psalmisten, sich ganz neu und entschieden, mit seinem ganzen Herzen dem Herrn hinzugeben.
Diese innere Haltung, die der Psalmist hier einnimmt, ist die Folge einer Begegnung mit seinem Gott. David hatte gesündigt und es ist ihm Vergebung geschenkt worden. Er ruft aus: Der da vergibt alle deine Sünde Vers 3
Gott zu begebnen bedeutet völlige Vergebung, wahren Trost und reichen Segen. Dies teilt sich dem inneren Menschen mit, und es führt zu einer Haltungsänderung. Wenn wir bis dahin eher gleichgültig waren, so sind wir jetzt neu entzündet für den Herrn, brennend im Geist. Römer 12,11.
Das, was David hier zum Ausdruck bringt, ist eine tiefe Dankbarkeit. Er weiß, dass er keinen Anspruch auf die Vergebung hat, sondern dass sie ihm aus Gnaden geschenkt wurde. Alles ist uns aus einer unerschöpflichen Gnade gegeben. In dem Herrn Jesus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen nach dem Reichtum seiner Gnade.
Epheser 1,7
Wenn wir, wie der Psalmist, die Gnade der Vergebung von Seiten Gottes erfahren, wird unser Herz erfüllt mit Dank und Anbetung. Wir sollen aber jeden Tag diese Dankbarkeit empfinden. Es soll nicht nur zu besonderen Anlässen sein. Der Apostel ruft im Brief an die Kolosser aus: Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit. Kolosser 1,3
Solange wir auf dieser Erde leben, befinden wir uns unter der vergebenden Gnade Gottes, die sich in dem Herrn Jesus so wunderbar offenbart. Unablässig sind wir in der Hand des Herrn. Jeden Tag unseres Lebens sind wir in seiner liebevollen Gegenwart und jeden Tag möchte er sich uns offenbaren. Darum fordert der Herr Jesus uns immer wieder auf: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28
Diese Aufforderung gilt auch immer wieder den Kindern Gottes, die in dieser Welt so oft in Anfechtungen leben. Wie wunderbar ist es dann, wenn sich der Herr Jesus als der Lebendige Gott offenbart. Welch eine Dankbarkeit erfüllt dann unser Herz und wir stimmen mit dem Psalmisten ein in den Ausruf: Preise den Herrn, meine Seele.

Gott segne Dich zeige Dir wieder ganz neu seine Herrlichkeit, lieber Leser.

Lothar Gies

Sonntag, 24. September 2017

„Ich zwar dachte in meiner Bestürzung; „Ich bin weggenommen aus deinen Augen.“ Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie.“ Psalm 31,23

Die Wege des HERRN sind oft unerklärlich. Das war auch dem Apostel Paulus klar, als er ausrief: Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege. Römer 11,33
Gott ist der Allwissende und seine Gedanken sind mit unserem Verstand nicht kompatibel. So lesen wir im Propheten Jesaja:
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Jesaja 55,8
Oft vergessen wir diese Tatsache und projizieren unsere Gedanken auf den HERRN. Wir glauben zu wissen, wie er denkt, denn wir kennen unsere eigenen Gedanken. Darum war David klar, dass er nach seiner großen Sünde des Ehebruchs keine Verbindung mehr zu Gott haben konnte. Er war, nachdem er seine Sünde erkannte, so sehr über sich erschüttert, dass er sich selbst nicht vergeben konnte. Daraus folgerte er, dass er auch von Seiten des HERRN keine Vergebung erwarten durfte.
Wie gut, dass Gott voller Gnade ist und im Gegensatz zu uns Menschen gerne vergibt. So lesen wir im Wort Gottes: Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf. Klagelieder 3,22
David erlebte die liebevolle Zuneigung des HERRN, der ihm die innere Gewissheit der Vergebung schenkte.
Doch du hast die Stimme meines Flehens gehört, als ich zu dir schrie.“  Psalm 31,23
Rechnest Du, lieber Leser, mit der Vergebung Gottes angesichts Deiner Fehler und Schwächen? Immer wieder begegnet mir in der Seelsorge dieser Zweifel an der Vergebung. Schließlich wiederholt man ja immer wieder die Sünde, die man eigentlich gerne vermeiden würde. Wie sollte Gott da nicht irgendwann die Geduld verlieren? Im Brief an die Römer wird dieser Gedanke aufgegriffen: Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Römer 7,19
Solange wir auf dieser Erde sind, werden wir von der Sünde eingeholt und hinfallen. Da tröstet uns das Wort:
Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück. Sprüche 24,16
Der Mensch, der die Vergebung seiner Sünden durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus angenommen hat, lebt hinfort aus der vergebenden Gnade Gottes und darf sich in der Hand Gottes völlig sicher fühlen. Im Buch Daniel finden wir diese wunderbare Wahrheit zusammen gefasst in dem Ausspruch: Bei dem Herrn, unserem Gott, ist das Erbarmen und die Vergebung. Daniel 9,9
Verlasse Dich mit ganzem Herzen darauf, dass der Herr Jesus am Kreuz auf Golgatha eine völlige Erlösung vollbracht hat. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Samstag, 23. September 2017

Welchen Glauben lehrt die Bibel?

„Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des HERRN zu schauen im Land der Lebendigen!“ Psalm 27,13

Was wäre das, wenn unser Glaube mit Zweifeln einherginge. Was wäre, wenn wir glauben würden, wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Glauben bedeutet bei den natürlichen Menschen, etwas nicht genau zu wissen. Glauben in der Welt bedeutet, das Risiko eines Irrtums einzugehen
Die Definition für Glauben lesen wir im Hebräerbrief:
Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft und ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1
Für die Kinder Gottes heißt glauben, dass man es ganz sicher weiß. Ein Liederdichter hat es so zum Ausdruck gebracht:
                        Seliges Wissen, Jesus ist mein!

Wenn unser Glaube das Gegenteil von Wissen wäre, könnte er keine zwei Tage überleben. Es ist aber wunderbarer Weise anders. Wir glauben unser Leben lang, obwohl wir den Herrn Jesus noch nie gesehen haben. Der Glaube, wie wir ihn in Hebräer 11 beschrieben finden, ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Es ist der Geist Gottes in uns, der unseren Glauben bewahrt und bestätigt. Wir erleben unseren Herrn Jesus, als wenn er sichtbar vor uns stünde. Wir sehen ihn mit den Augen des Herzens. Wir wissen, dass er da ist. Der Mann Hiob stand am Ende einer gewaltigen Anfechtung vor der Erkenntnis seines Herzens: Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub stehen. Hiob 19,25
Diese Gewissheit des Glaubens lebte auch David, und der Gedanke, was es bedeuten würde, wenn der Glaube keine Gewissheit wäre, war für ihn unvorstellbar.
Es ist der lebendige Glaube, der uns zu Kindern Gottes macht, die vor dem Allmächtigen Gott gerechtfertigt sind.
Weil wir nun gerechtfertigt sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Römer 5,1
Diese Gerechtigkeit aus Glauben bedeutet für die Kinder Gottes, dass sie einmal in der Herrlichkeit Gottes sein werden, wo sie Jesus sehen und ewig mit IHM Gemeinschaft haben werden.
Danken wir dem HERRN für die wunderbare Gnadengabe des Glaubens.
Gott segne Dich mit dem Geschenk des lebendigen Glaubens, lieber Leser.

Lothar Gies

Freitag, 22. September 2017

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. Johannes 6,47

„Ewiges Leben“ – ein Traum vieler Menschen. Dabei ist für den natürlichen Menschen das Leben lediglich die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen des Körpers. So glauben die meisten Menschen ja auch, dass der Mensch nur aus dem Körper besteht.
Ein ewiges Leben des Körpers gibt es nicht, denn Gott sagt zum Menschen: Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren. 1. Mose 3,19
Und in 2. Samuel 14,14 lesen wir: Denn sterben müssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet wird und das man nicht wieder sammeln kann.
Der natürliche Mensch, der die Persönlichkeit auf den Körper beschränkt, sieht in dem unausweichlichen Tod des Körpers die völlige Auflösung der Existenz.
Auch das ist ein fataler Irrtum, denn der Mensch hat eine unsterbliche Seele. Die Bibel sagt: Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Hebräer 9,27
Jesus Christus sagt: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, Johannes 5,24
Das Gericht ist also für die Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben. Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Johannes 11,25
Der im Unglauben gestorbene Mensch landet in der ewigen Verdammnis. Dort aber ist die unsterbliche Seele nicht etwa lebendig, denn getrennt von Jesus gibt es kein Leben. Dort in der Finsternis fristet der verlorene Sünder bei vollem Bewusstsein eine schreckliche Existenz in ewiger Trennung von Gott. Darum ist es so notwendig, zu Lebzeiten sein Leben dem Herrn Jesus Christus zu übergeben. Als Kind Gottes kann der Mensch völlig ruhig in die Ewigkeit gehen, denn es steht geschrieben: Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Römer 8,1
Das Leben auf dieser Erde ist nur eine kleine Episode im Meer der Ewigkeit. Dort in der Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus ewig zu leben ist das einzig wertvolle Ziel des Erdendaseins.

Lieber Leser, unser Erdenleben bietet uns die Möglichkeit, Kinder Gottes zu werden und damit ewiges Leben in der Herrlichkeit Gottes zu erlangen. Gott segne Dich!

Lothar Gies

Donnerstag, 21. September 2017

„HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit.“ Psalm 26,8

David hatte eine ganz besondere Beziehung zu seinem Gott. Er liebte seine Gegenwart und seine Gnadenerweise. Und so liebte er auch jeden Ort, an dem er die Gegenwart des Allmächtigen in besonderer Weise spüren konnte. Das war zu Davids Zeiten der Tempel Gottes. Hier wohnte die Herrlichkeit Gottes noch hinter dem Vorhang des Allerheiligsten. Dennoch liebte David die Nähe seines Gottes.
Der Vorhang des Allerheiligsten existiert nicht mehr. Jesus hat ihn durch sein Erlösungswerk auf Golgatha beseitigt.
Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, Matthäus 27,51
Damit wurde der Zugang in das Allerheiligste, in das zuvor nur der Hohepriester einmal im Jahr gehen durfte, für alle Menschen frei. Nun führt der Weg zu Gott über den Herrn Jesus. ER sagt: Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe. Johannes 6,40
Die selige Gewissheit, dass wir durch den Glauben an den Herrn Jesus ewiges Leben haben, bezeichnet die Bibel als einen festen und sicheren Anker der Seele, der in das innere des Vorhangs hineinreicht.
Hebräer 6,19
Jeden Tag unseres Lebens sind wir fest verbunden mit dem Thron Gottes in der Herrlichkeit. So dürfen wir uns noch viel mehr als David zu seiner Zeit der Gegenwart Gottes erfreuen. In ganz besonderer Weise ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Herrn Jesus gegenwärtig da, wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, denn da bin ich mitten unter ihnen.
Matthäus 18,20
Hier spricht der Herr Jesus von der Gemeinschaft der Gotteskinder, die sich im Namen Jesus versammeln. Da ist der Segen in besonderer Weise gegenwärtig und dahin zieht es die Gotteskinder.
Fragen wir uns: leben wir wirklich so? Ist die Anwesenheit einer christlichen Gemeinde ein Auswahlkriterium für die Wahl eines neuen Wohnortes? Lieben wir die Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes? Suchen wir in unserer Gemeinde die Herrlichkeit des HERRN? Erwarten wir sein Reden?
Danach wollen wir uns neu ausstrecken, damit wir wie David sagen können:
HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses.
Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Mittwoch, 20. September 2017

Vom Umgeng mit Gedanken und Worten

„Lass das Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein. Psalm 19,15

Dem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, seine Gedanken in verständliche Worte zu kleiden.  Neben der Tatsache, dass wir eine lebendige Seele haben, unterscheidet uns gerade die Fähigkeit, zu sprechen, von allen Tieren.
Unsere Fähigkeit, miteinander und zueinander zu sprechen, können wir zum Segen und zum Fluch einsetzen.  Das Wort Gottes lässt keinen Zweifel daran, dass der Mensch durch den Sündenfall seine Reden nicht mehr beherrschen kann. Wir lesen im Jakobusbrief:
Die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen; sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes. Jakobus 3,8
Das in unserer Welt gängige Bild von dem in seinem tiefsten Inneren guten Menschen, hat vor dem heiligen Gott, der den Menschen ins Herz blicken kann, keinen Bestand.
Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. 1.Mose 6,5
Darum sollen die Kinder Gottes sich besonders im Denken und Reden von den ungläubigen Menschen unterscheiden. Das Wort Gottes fordert uns nachdrücklich dazu auf:
Gestatte deinem Mund nicht, dass er dein Fleisch in Sünde bringt! Prediger 5,5
Der Prophet Jesaja sah in einer Vision die Herrlichkeit Gottes und den Allmächtigen auf seinem Thron. Jesaja war sich darüber im Klaren, dass er als ein sündiger Mensch niemals Gott in seiner Herrlichkeit sehen durfte. Er beschreibt das, was er sah und seine plötzliche Erkenntnis:
Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen. Jesaja 6,5
Bedenken wir, dass wir als Kinder Gottes jeden Tag in der Gegenwart des heiligen Gottes sind. Schließlich beschreibt uns das Wort Gottes als  eine Behausung Gottes im Geist. Epheser 2,22
Er ist der Gott, der tief in unsere Herzen sieht und unsere Gedanken schon kennt, bevor wir sie gedacht haben. Wie oft versündigen wir uns gerade in den Gedanken. Wie leicht sind wir verleitet, sündhafte Gedanken in Worte zu kleiden, die uns in die Sünde bringen. Die Gedanken sind in der Bibel bezeichnet als die feurigen Pfeile des Bösen. Epheser 6,16
Solange die Kinder Gottes auf der Erde sind, werden sie von dem Feind Gottes mit feurigen Pfeilen angegriffen. Darum werden wir immer auf unsere Worte und Gedanken aufpassen müssen.
Es gab nur einen Menschen auf dieser Welt, der völlig anders war. Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes lebte unter uns und brachte der Menschheit Heil und Erlösung. Von IHM redet das Wort Gottes deshalb auch als von dem
der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden. 1.Petrus 2,22
Ihm wollen wir nacheifern, indem wir unsere Gedanken und Worte der bewahrenden Gnade Gottes anbefehlen.      
Gott segne Dich und helfe Dir, dass Deine Gedanken nicht mehr über Dich herrschen.

Lothar Gies 

Dienstag, 19. September 2017

Sicherheit und Geborgenheit ganz nah bei Gott

„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.“ Psalm 18,3

Die Erkenntnis, dass Gott mein Fels und meine Burg ist, basiert auf der inneren Haltung, ganz nah bei dem Herrn zu bleiben. Wir lesen im 91. Psalm:
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe. Psalm 91,1
Fels und Burg waren einst die Begriffe der Sicherheit und Geborgenheit. Kein Feind konnte den Schutzsuchenden innerhalb der Burgmauern erreichen. Hoch auf dem Felsen war man in der Lage, den Feind schon von weitem zu sehen.
David findet keinen passenderen Vergleich zu seinem lebendigen Gott, dessen Hilfe er so wunderbar erfahren hat. Es ist interessant, den ersten Vers dieses Psalms zu betrachten:
Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls. Psalm 18,1
Welch ein Fest der Seele ist es, wenn wir die Hilfe des HERRN in unserer Situation sehen dürfen. David ist es so ergangen. Voller Inbrunst lobt er den Allmächtigen, der ihn aus allen Gefahren gerettet hat.
Das, was der Psalmist hier schildert, erleben auch wir jeden Tag. Wir sind umgeben von Feinden, die in der Gestalt von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Finanzieller Not, Sorgen und Ängsten  unseren Weg belagern. Darum ist es so wichtig, eine enge Beziehung zu dem Herrn Jesus zu haben, der als unser guter Hirte die Führung durch alle Gefahren hindurch übernehmen will. David hat den HERRN nicht nur als Fels und Burg sondern auch als den Hirten der Seele erkannt. So lesen wir
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23,1
Das Bild des Hirten ist wie die Burg ein Begriff der Sicherheit, denn das Schaf ist ohne einen Hirten rettungslos verloren. Wenn es hingegen dem Hirten folgt, wird es unter dem Schutz des Hirten sein.  Das will der Psalmist hier auch zum Ausdruck bringen, wenn er ausruft:
Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;  Psalm 23,4
Nichts haben wir zu befürchten, wenn wir nah bei dem Herrn Jesus bleiben. Kein Feind ist in der Lage, uns zu schaden, wenn wir mit dem Herrn Jesus enge Gemeinschaft haben.
Die engste Form der Gemeinschaft war zu Zeiten des Psalmisten die gemeinsame Malzeit. Der Gast des Hauses stand unter dem Schutz des Gastgebers und niemand konnte ihn angreifen. Diese Lebensregel beschreibt der Psalmist im folgenden Vers:
Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Psalm 23,5
Solange wir auf dieser Erde sind, bietet uns der Herr Jesus seine Tischgemeinschaft an, indem er sagt:
Bleibt in mir und ich in euch. Johannes 15,4
Wenn wir dies befolgen, befinden wir uns dauerhaft unter dem Schatten des Allmächtigen und lernen unseren Heiland Jesus Christus neu kennen als den Felsen, auf dem wir stehen.

Lothar Gies